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Simulation · Minimal Organization · Ämter und Behörden

Amtsgericht

Ein Amtsgericht als begehbares Modell: was zwischen Klage und Urteil geschieht, wo die Monate bleiben und welche Hebel das Verfahren verkürzen, ohne die Rechtsprechung zu berühren.

Trailer

Alle Daten sind erfunden, auch die Verfahrensdauern. Das Modell lässt sich an die echten Zahlen Ihres Gerichts anpassen und zeigt dann, was heute in keiner Übersicht steht: etwa Bestände je Dezernat und Verfahrensart oder die Laufzeit der Grundbucheintragungen.

Ablauf Zivilprozess Amtsgericht: Das fiktive AMTSGERICHT WESTERBRÜCK zeigt mit fünf Gebäuden und 19 Abteilungen, was zwischen Klage und Urteil geschieht. Unabhängige Richterinnen und Richter entscheiden, Fristen geben den Takt vor – und dazwischen liegen Zustellung, Erwiderung, Termin und Gutachten.

Der Hauptvorgang folgt einer Mieterin, die ihre Kaution von 1.800 Euro zurückwill. Ihre Klage kommt über die Anwältin, nach einem Mahnbescheid oder über die Rechtsantragstelle in die E-Akte. Die Serviceeinheit fordert den Kostenvorschuss an, die Richterin setzt Fristen, die Klage wird zugestellt. Es folgen Güteverhandlung oder Terminstand des Dezernats, die Verhandlung im Saal, bei Bedarf ein Gutachten und das Urteil. Das Ziel von sechs Monaten ist eine Modellvorgabe; eine gesetzliche Höchstdauer für Zivilprozesse gibt es nicht.

Daneben laufen ein Strafverfahren wegen Ladendiebstahls, die Grundbucheintragung für ein Reihenhaus und der Streit getrennter Eltern um den Umgang. Die Seite wendet sich an Präsidium, Verwaltungs- und Geschäftsleitung, an die Ausbildung – und an alle, die Bürgerinnen und Bürgern erklären, wie ein Gericht arbeitet.

Eine Mieterin verklagt ihren Vermieter auf die Kaution

  1. 01

    Klage wird erhoben: Eine Mieterin will ihre Kaution von 1.800 Euro zurück. Sie klagt – über ihre Anwältin, nach einem Mahnbescheid oder selbst.

  2. 02

    Mahngericht gibt nach Widerspruch ab: Der Vermieter hat dem Mahnbescheid widersprochen; das zentrale Mahngericht gibt ab.

  3. 03

    Rechtsantragstelle nimmt auf: Die Rechtsantragstelle nimmt die Klage zu Protokoll.

  4. 04

    Poststelle: Eingang in die E-Akte: Die Klage landet in der E-Akte; Papier wird gescannt.

  5. 05

    Serviceeinheit Zivil: Die Serviceeinheit legt die Akte an und fordert den Gerichtskostenvorschuss an.

  6. 06

    Kläger zahlt den Kostenvorschuss: Die Klägerin zahlt den Vorschuss.

  7. 07

    Richter: Verfügung: Die Richterin wählt ein schriftliches Vorverfahren und setzt Fristen.

  8. 08

    Zustellung an den Beklagten: Die Klage wird dem Vermieter zugestellt.

  9. 09

    Fristen: Verteidigung und Klageerwiderung: Zwei Wochen, um die Verteidigung anzuzeigen, dann mindestens zwei weitere für die Klageerwiderung (§ 276 ZPO).

  10. 10

    Erneut: Richter: Verfügung: Der Vermieter hat sich nicht gemeldet: Versäumnisurteil ohne Verhandlung.

  11. 11

    Erledigt ohne Urteil.

  12. 12

    Erneut: Richter: Verfügung: Die Richterin bestimmt den Termin – oder verweist die Parteien an einen Güterichter.

  13. 13

    Güteverhandlung beim Güterichter: Ein Güterichter, der nicht entscheiden darf, sucht mit beiden Seiten eine Lösung (§ 278 Abs. 5 ZPO).

  14. 14

    Einigung beim Güterichter.

  15. 15

    Terminstand des Dezernats: Die Akte wartet im Dezernat auf einen freien Sitzungstag; dann lädt die Serviceeinheit Parteien und Zeugen.

  16. 16

    Mündliche Verhandlung im Saal: Im Saal: Güteverhandlung, dann Verhandlung mit Zeugen.

  17. 17

    Vergleich: beide geben etwas nach.

  18. 18

    Sachverständiger erstellt ein Gutachten: Ein Sachverständiger begutachtet die Wohnung.

  19. 19

    Ladung zum Fortsetzungstermin: Fortsetzungstermin, um das Gutachten zu erörtern.

  20. 20

    Erneut: Mündliche Verhandlung im Saal: Die Parteien befragen den Sachverständigen.

Ein Quartier, das arbeitet

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Ein Quartier, das arbeitet

5 Häuser, 19 Abteilungen, rund 240 Beschäftigte: Im Abendlicht zeigen goldene Bögen, wer an wen berichtet.

Jede Etage aufgeklappt

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Jede Etage aufgeklappt

Jedes Haus lässt sich öffnen, Etage für Etage – bis in einzelne Räume wie „Geschäftsleitung und Verwaltung“, mit Arbeitsplätzen und Menschen bei der Arbeit.

Was dargestellt wird – warum – für wen

Was gezeigt wird Warum Für wen
Schaubild „Wo die Zeit bleibt“: Fristen, Terminstand, Gutachten WarumZeigt, wo die Monate vergehen. Für wenPräsidium, Verwaltungsleitung
Schaubild „Wie ein Vorgang fließt“: Mahngericht, Güteverhandlung, Urteil, Berufung WarumZeigt die Wege einer Klage. Für wenBürgerinnen und Bürger, Anwaltschaft, Ausbildung
Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“: Richterstellen, Güterichter, elektronische Zustellung, Rechtspfleger WarumOrdnet Hebel, die die richterliche Unabhängigkeit nicht berühren. Für wenPräsidium, Justizministerium
Schaubild „Jahr, Woche, Tag“: Sitzungstage und Fristen WarumErklärt den Takt der Justiz. Für wenServiceeinheiten
Schaubild „Wer führt wen“: Direktorin, Dezernate, Serviceeinheiten WarumZeigt die Gerichtsverwaltung neben der Rechtsprechung. Für wenAusbildung, Referendariat
Rückstand der Serviceeinheiten (Ansicht Ressourcen) WarumZeigt liegende Akten in der Krankheitswelle. Für wenGeschäftsleitung
Vorgang „Eine Familie kauft ein Reihenhaus“ im Grundbuchamt WarumZeigt die Dauer bis zur Eintragung. Für wenNotariate, Käuferinnen und Käufer
Wer mit wem arbeitet

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Wer mit wem arbeitet

„Zivilabteilungen“ mit allen 6 Beziehungen: Präsidium, Serviceeinheiten Zivil und Rechtspflegerdienst – und nach außen Anwaltskanzleien, Sachverständige und Landgericht und Oberlandesgericht.

Eine Mieterin verklagt ihren Vermieter auf die Kaution

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Eine Mieterin verklagt ihren Vermieter auf die Kaution

Ein einzelner Fall lässt sich verfolgen – Schritt für Schritt, mit der Wartezeit an jeder Station. Ziel: in erster Instanz entschieden binnen sechs Monaten.

Filme aus dem Modell

  • Das Haus öffnet sich

    Kurz vor Sonnenuntergang schweben die Etagen auseinander – „Justizgebäude“ öffnet sich, die Kamera steigt auf und umrundet das Haus, bis die Nacht kommt.

  • Wer an wen berichtet, wer mit wem arbeitet

    Blaue Stunde über dem Quartier: erst die goldenen Bögen des Aufbaus, dann die Zusammenarbeit der meistvernetzten Abteilung, zuletzt das ganze Haus.

  • Ein Tag im Zeitraffer

    Von zehn Uhr bis Mitternacht in 26 Sekunden: Die Sonne wandert, die Fenster gehen an, nachts leuchten die Datenleitungen.

  • Andrang und Systemausfall

    Im Zeitraffer: „Welle von Massenklagen“ bringt mehr Arbeit, dann „E-Akte fällt aus“ – die Datenbögen werden rot. Der Regler „Richterstellen Zivil“ auf „20 verstärkt“ bringt die Erholung.

  • Sieben Schaubilder

    Live aus dem Modell gerechnet: „Wer mit wem arbeitet“, „Jahr, Woche, Tag“, „Führungsebenen als Treppe“, „Wie ein Vorgang fließt“, „Was welcher Regler bewirkt“, „Woran die Arbeit hängt“, „Wo es eng wird“.

  • Die Software bedienen

    Mit der ganzen Oberfläche: Haus öffnen, Beziehungen einer Abteilung, „Welle von Massenklagen“, Regler, Schaubilder mit Tafel, ein Fall.

Abteilungen im Modell

  • Direktorin des Amtsgerichts

    Leitet die Verwaltung und führt die Dienstaufsicht – in die Entscheidungen der Richter darf sie nicht eingreifen.

  • Präsidium

    Gewählte Richterinnen und Richter mit der Direktorin: verteilt jedes Jahr im Voraus die Geschäfte (§ 21e GVG). So weiß niemand vorher, wer welchen Fall bekommt.

  • Zivilabteilungen

    Entscheiden über Streit um Geld, Miete, Verträge bis 10.000 Euro, Mietsachen immer (§ 23 GVG). Richter sind unabhängig (Art. 97 GG).

  • Familiengericht

    Scheidung, Unterhalt, Sorge und Umgang – Kindschaftssachen haben Vorrang (§ 155 FamFG).

  • Strafrichter und Schöffengericht

    Verhandeln Anklagen der Staatsanwaltschaft und erlassen Strafbefehle.

  • Betreuungsgericht

    Bestellt rechtliche Betreuer für Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können.

  • Insolvenz- und Vollstreckungsgericht

    Eröffnet Insolvenzverfahren und entscheidet über Zwangsvollstreckung.

  • Grundbuchamt

    Rechtspflegerinnen tragen Eigentum und Grundschulden ein – in der Reihenfolge des Eingangs (§ 17 GBO).

  • Registergericht

    Führt Handels-, Genossenschafts- und Vereinsregister.

  • Rechtspflegerdienst

    Kostenfestsetzung, Nachlass, Vollstreckung: sachlich unabhängig, nur an das Gesetz gebunden (§ 9 RPflG).

  • Geschäftsleitung und Verwaltung

    Personal, Haushalt, Kosten, Gebäude und Archiv.

  • Rechtsantragstelle

    Nimmt Klagen und Anträge von Bürgern ohne Anwalt zu Protokoll (§ 496 ZPO).

  • Serviceeinheiten Zivil

    Legen Akten an, laden zu Terminen, stellen zu und erteilen Ausfertigungen.

  • Serviceeinheiten Straf und Familie

    Laden Angeklagte, Zeugen und Schöffen, führen Protokolle und Akten.

  • Wachtmeisterei

    Einlasskontrolle, Sitzungsdienst, Vorführung von Gefangenen, Aktentransport.

  • Poststelle und Scanstelle

    Scannt Papier in die E-Akte, nimmt elektronische Eingänge an und versendet.

  • IT-Stelle

    Betreut E-Akte, Fachverfahren und elektronischen Rechtsverkehr; Rechenzentrum des Landes im Hintergrund.

  • Gerichtsvollzieher

    Vollstrecken Urteile, pfänden, stellen zu – selbstständig in ihrem Bezirk, unter Aufsicht des Amtsgerichts.

  • Bezirksrevision

    Prüft Kosten und Geschäftsbetrieb und vertritt die Staatskasse – unabhängig von der Gerichtsleitung, angesiedelt beim Landgericht.

E-Akte fällt aus

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E-Akte fällt aus

Die Datenbögen werden rot, die Arbeit stockt – die Simulation zeigt, wo sich Vorgänge stauen und wie lange die Erholung dauert.

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Ein Tag in 26 Sekunden

Von zehn Uhr bis Mitternacht im Zeitraffer: Pendler, wanderndes Licht, Fenster, die angehen – und nachts die Datenleitungen.

Alle Vorgänge im Modell

Eine Mieterin verklagt ihren Vermieter auf die Kaution

  1. 01Klage wird erhoben: Eine Mieterin will ihre Kaution von 1.800 Euro zurück. Sie klagt – über ihre Anwältin, nach einem Mahnbescheid oder selbst.
  2. 02Mahngericht gibt nach Widerspruch ab: Der Vermieter hat dem Mahnbescheid widersprochen; das zentrale Mahngericht gibt ab.
  3. 03Rechtsantragstelle nimmt auf: Die Rechtsantragstelle nimmt die Klage zu Protokoll.
  4. 04Poststelle: Eingang in die E-Akte: Die Klage landet in der E-Akte; Papier wird gescannt.
  5. 05Serviceeinheit Zivil: Die Serviceeinheit legt die Akte an und fordert den Gerichtskostenvorschuss an.
  6. 06Kläger zahlt den Kostenvorschuss: Die Klägerin zahlt den Vorschuss.
  7. 07Richter: Verfügung: Die Richterin wählt ein schriftliches Vorverfahren und setzt Fristen.
  8. 08Zustellung an den Beklagten: Die Klage wird dem Vermieter zugestellt.
  9. 09Fristen: Verteidigung und Klageerwiderung: Zwei Wochen, um die Verteidigung anzuzeigen, dann mindestens zwei weitere für die Klageerwiderung (§ 276 ZPO).
  10. 10Erneut: Richter: Verfügung: Der Vermieter hat sich nicht gemeldet: Versäumnisurteil ohne Verhandlung.
  11. 11Erledigt ohne Urteil.
  12. 12Erneut: Richter: Verfügung: Die Richterin bestimmt den Termin – oder verweist die Parteien an einen Güterichter.
  13. 13Güteverhandlung beim Güterichter: Ein Güterichter, der nicht entscheiden darf, sucht mit beiden Seiten eine Lösung (§ 278 Abs. 5 ZPO).
  14. 14Einigung beim Güterichter.
  15. 15Terminstand des Dezernats: Die Akte wartet im Dezernat auf einen freien Sitzungstag; dann lädt die Serviceeinheit Parteien und Zeugen.
  16. 16Mündliche Verhandlung im Saal: Im Saal: Güteverhandlung, dann Verhandlung mit Zeugen.
  17. 17Vergleich: beide geben etwas nach.
  18. 18Sachverständiger erstellt ein Gutachten: Ein Sachverständiger begutachtet die Wohnung.
  19. 19Ladung zum Fortsetzungstermin: Fortsetzungstermin, um das Gutachten zu erörtern.
  20. 20Erneut: Mündliche Verhandlung im Saal: Die Parteien befragen den Sachverständigen.

Ein Ladendiebstahl kommt vor Gericht

  1. 01Staatsanwaltschaft legt die Akte vor: Die Staatsanwaltschaft legt die Akte vor: als Antrag auf Strafbefehl oder als Anklage.
  2. 02Strafrichter: Prüfung und Verfügung: Der Strafrichter prüft den Antrag.
  3. 03Serviceeinheit Straf: Der Strafbefehl wird ausgefertigt und zugestellt.
  4. 04Einspruchsfrist zwei Wochen: Zwei Wochen für den Einspruch (§ 410 StPO).
  5. 05Strafbefehl rechtskräftig.
  6. 06Erneut: Serviceeinheit Straf: Die Anklage wird dem Angeschuldigten zugestellt, mit Frist zur Erklärung (§ 201 StPO).
  7. 07Zwischenverfahren und Eröffnung: Das Gericht prüft die Anklage und eröffnet das Hauptverfahren.
  8. 08Ladung von Zeugen und Schöffen: Ladung von Angeklagtem, Zeugen und Schöffen.
  9. 09Vorführung aus der Haft: Die Wachtmeisterei führt den Angeklagten aus der Haft vor.
  10. 10Hauptverhandlung: Öffentliche Hauptverhandlung: Anklage, Beweisaufnahme, Plädoyers, letztes Wort.
  11. 11Eingestellt gegen eine Geldauflage (§ 153a StPO).
  12. 12Urteil schriftlich absetzen: Das Urteil ist verkündet und wird schriftlich abgesetzt.
  13. 13Berufung beim Landgericht: Die Berufung geht an das Landgericht.
  14. 14Rechtskräftig.

Eine Familie kauft ein Reihenhaus

  1. 01Notar stellt den Antrag: Nach der Beurkundung stellt der Notar elektronisch den Antrag auf Eintragung.
  2. 02Poststelle: Eingang in die E-Akte: Der Eingang wird minutengenau vermerkt.
  3. 03Rechtspflegerin prüft den Antrag: Die Rechtspflegerin prüft Urkunden, Voreintragung und Genehmigungen.
  4. 04Notar behebt das Hindernis: Der Notar reicht die Genehmigung nach.
  5. 05Eintragung im Grundbuch: Die Familie wird als Eigentümerin eingetragen.
  6. 06Kostenansatz: Die Kostenstelle setzt die Gebühren an; Notar und Eigentümer werden benachrichtigt.
  7. 07Eingetragen.

Getrennte Eltern streiten über den Umgang

  1. 01Elternteil stellt einen Antrag: Ein Vater möchte seine Tochter regelmäßig sehen; die Mutter lehnt ab.
  2. 02Rechtsantragstelle nimmt auf: Die Rechtsantragstelle nimmt den Antrag auf.
  3. 03Serviceeinheit Familie: Die Serviceeinheit legt die Akte an und informiert das Jugendamt.
  4. 04Familienrichterin: Verfügung: Die Familienrichterin bestimmt sofort einen frühen Termin.
  5. 05Jugendamt, Ladung und Anhörung des Kindes laufen gleichzeitig.
  6. 06Jugendamt spricht mit den Eltern: Das Jugendamt spricht mit beiden Eltern.
  7. 07Ladung zum frühen Termin: Ladung der Eltern zum Termin.
  8. 08Anhörung des Kindes: Die Richterin spricht mit dem Kind im Anhörungszimmer.
  9. 09Alles vorbereitet.
  10. 10Erörterungstermin: Im nicht öffentlichen Termin wirkt die Richterin auf eine Einigung hin (§ 156 FamFG).
  11. 11Die Eltern einigen sich; das Gericht billigt den Vergleich.
  12. 12Familienpsychologisches Gutachten: Eine Sachverständige erstellt ein familienpsychologisches Gutachten.
  13. 13Beschluss absetzen: Die Richterin regelt den Umgang durch Beschluss.
  14. 14Beschwerde beim Oberlandesgericht: Das Oberlandesgericht prüft den Beschluss.
  15. 15Umgang geregelt.

Wofür ein Amtsgericht das Modell nutzen kann

  • Interne Kommunikation

    Rechtsprechung, Rechtspflege, Serviceeinheiten, Wachtmeisterei und Gerichtsvollzieher gemeinsam sichtbar: Das Modell zeigt die Gerichtsverwaltung neben der Rechtsprechung und wer mit wem arbeitet.

    Für wenGerichtsleitung, Geschäftsleitung, Serviceeinheiten

  • Onboarding

    Neue Kräfte in den Serviceeinheiten sehen, woher eine Akte kommt und wohin sie geht: von der Poststelle über Kostenvorschuss und Zustellung bis zur Ladung von Parteien und Zeugen.

    Für wenneue Beschäftigte in Serviceeinheiten und Poststelle

  • Ausbildung

    Referendarinnen, Rechtspflege-Anwärter und Auszubildende verfolgen eine Klage über alle Abzweige: Versäumnisurteil, Güterichter, Vergleich, Gutachten, Berufung.

    Für wenAusbildungsleitung, Referendariat, Justizfachangestellte in Ausbildung

  • Vermittlung an Bürgerinnen und Bürger

    Wie lange dauert ein Verfahren, und warum? Das Schaubild „Wo die Zeit bleibt“ macht sichtbar, wie viel davon auf Fristen, Terminstand und Gutachten entfällt – und wie wenig auf die Verhandlung selbst.

    Für wenRechtsantragstelle, Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerinnen und Bürger

  • Strategischer Überblick

    Mehr Richterstellen, Güterichter, elektronische Zustellung, Rechtspfleger: Das Modell stellt Hebel nebeneinander, die die richterliche Unabhängigkeit nicht berühren. Die Welle von Massenklagen zeigt, wann Dezernate volllaufen.

    Für wenPräsidium, Verwaltungsleitung, Justizministerium

Schaubilder aus dem Modell

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Schaubilder aus dem Modell

„Wer mit wem arbeitet“ als Kuppel aus Bögen – eines von 14 Schaubildern, die live aus denselben Daten gerechnet werden.

Die ganze Software

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Die ganze Software

Lage, Kennzahl, Zeitraffer, sechs Ansichten, Regler und Störungen: Ein Klick auf eine Abteilung zeigt Aufgabe, Ort und alle Beziehungen.

Was Sie verändern können

Regler

  • Klageeingänge: Massenklagen – etwa um Fluggastrechte – füllen die Dezernate.
  • Richterstellen Zivil: Mehr Richterinnen heißt: kürzerer Terminstand, Urteile werden schneller abgesetzt (Modellannahme: Terminstand im Verhältnis zur Besetzung).
  • Güterichter und Mediation: Wie oft Richter an einen Güterichter verweisen: Einigungen dort ersparen Terminstand, Gutachten und Urteil (§ 278 Abs. 5 ZPO).
  • Elektronische Zustellung und Zahlung: Zustellung über elektronische Postfächer statt mit Zustellungsurkunde, Vorschuss online bezahlt: Tage statt Wochen (Modellannahme).
  • Rechtspfleger im Grundbuchamt: Fehlen Rechtspfleger, wachsen die Eingangsstapel – Käufer warten länger auf ihre Eintragung.

Störungen

  • Welle von Massenklagen: Zwei Monate lang kommen 60 % mehr Zivilklagen, alle mit gleichen Schriftsätzen.
  • Krankheitswelle in den Serviceeinheiten: Drei Wochen fehlt ein Drittel der Serviceeinheiten: Akten bleiben liegen.
  • E-Akte fällt aus: Vier Stunden lang lassen sich keine Akten öffnen.
  • Sachverständige überlastet: Ein halbes Jahr lang dauern Gutachten anderthalbmal so lange.

Was das Modell einem Gericht bietet

  • 01

    Das Gericht zum Begehen

    Justizgebäude, Strafjustiz und Familiengericht, Grundbuchamt, Poststelle: fünf Häuser, Etage für Etage aufklappbar. Jede Akte ist ein Lichtpunkt, der von Stelle zu Stelle wandert.

  • 02

    Fristen und Warten werden sichtbar

    Die Ereignissimulation lässt Zivil-, Straf-, Grundbuch- und Familiensachen gleichzeitig laufen. Stapel auf den Dächern zeigen, wo Akten auf einen Sitzungstag warten.

  • 03

    Hebel ohne Eingriff in die Rechtsprechung

    Fünf Regler und vier Störungen, von der elektronischen Zustellung bis zu überlasteten Sachverständigen. Wo sich Akten stauen, nennt ein Hinweis den passenden Regler.

  • 04

    Schaubilder, die mitrechnen

    14 Schaubilder in vier Gruppen entstehen live aus dem laufenden Modell, darunter der Weg einer Klage mit allen Abzweigen.

  • 05

    Für Fortbildung und Präsidium

    Ob am Bildschirm im Büro oder groß projiziert im Fortbildungsraum: Das Modell läuft im Browser. Ein geführter Rundgang in acht Schritten erklärt, wo was ist.

  • 06

    Teil eines größeren Modells

    Polizei, Finanzamt, Jobcenter, Kreis und Krankenkasse stehen nebenan, insgesamt 36 Organisationen in acht Gruppen. Gestaltet von einem Künstler und Entwickler, nicht aus dem Baukasten.

  • AMTSGERICHT WESTERBRÜCK am Morgen – tiefe Sonne, lange Schatten, die ersten Pendler auf dem Weg ins Haus.
    AMTSGERICHT WESTERBRÜCK am Morgen – tiefe Sonne, lange Schatten, die ersten Pendler auf dem Weg ins Haus.
  • 5 Häuser, 19 Abteilungen, rund 240 Beschäftigte: Im Abendlicht zeigen goldene Bögen, wer an wen berichtet.
    Justizgebäude im Abendlicht – goldene Bögen zeigen, wer an wen berichtet.
  • Kurz vor acht – Menschen strömen vom Parkplatz und von der Straße in die Häuser.
    Kurz vor acht – Menschen strömen vom Parkplatz und von der Straße in die Häuser.
  • Blaue Stunde – In AMTSGERICHT WESTERBRÜCK gehen die Fenster an.
    Blaue Stunde – In AMTSGERICHT WESTERBRÜCK gehen die Fenster an.
  • Nachts von oben – Justizgebäude offen, die Datenleitungen leuchten über dem Quartier.
    Nachts von oben – Justizgebäude offen, die Datenleitungen leuchten über dem Quartier.
  • Justizgebäude aufgeklappt – jede Etage mit Arbeitsplätzen und Menschen.
    Justizgebäude aufgeklappt – jede Etage mit Arbeitsplätzen und Menschen.
  • Dämmerung, Ansicht Leistung – Leuchtringe zeigen, wie ausgelastet jede Abteilung ist.
    Dämmerung, Ansicht Leistung – Leuchtringe zeigen, wie ausgelastet jede Abteilung ist.
  • Blick in die Etage von Zivilabteilungen – Tischreihen, darüber die Etagen als Lichtumriss.
    Blick in die Etage von Zivilabteilungen – Tischreihen, darüber die Etagen als Lichtumriss.
  • Jedes Haus lässt sich öffnen, Etage für Etage – bis in einzelne Räume wie „Geschäftsleitung und Verwaltung“, mit Arbeitsplätzen und Menschen bei der Arbeit.
    Ein Raum für sich – Geschäftsleitung und Verwaltung.
  • Strafjustiz und Familiengericht offen – alle Geschosse mit Arbeitsplätzen und Menschen.
    Strafjustiz und Familiengericht offen – alle Geschosse mit Arbeitsplätzen und Menschen.
  • Grundbuchamt und Register – alle Geschosse auf einmal, Ansicht Leistung.
    Grundbuchamt und Register – alle Geschosse auf einmal, Ansicht Leistung.
  • Aufbau in der Dämmerung – goldene Bögen von jeder Etage zu den Häusern, die an sie berichten.
    Aufbau in der Dämmerung – goldene Bögen von jeder Etage zu den Häusern, die an sie berichten.
  • „Zivilabteilungen“ mit allen 6 Beziehungen: Präsidium, Serviceeinheiten Zivil und Rechtspflegerdienst – und nach außen Anwaltskanzleien, Sachverständige und Landgericht und Oberlandesgericht.
    Zusammenarbeit – Zivilabteilungen mit allen 6 Beziehungen – zu Abteilungen, Häusern und Partnern.
  • Datenflüsse bei Nacht – Systeme und Nutzer, verbunden durch leuchtende Leitungen.
    Datenflüsse bei Nacht – Systeme und Nutzer, verbunden durch leuchtende Leitungen.
  • Datenflüsse in der Dämmerung – welche Abteilung welches System nutzt.
    Datenflüsse in der Dämmerung – welche Abteilung welches System nutzt.
  • Aufbau über das ganze Quartier – Berichtswege zwischen den Häusern.
    Aufbau über das ganze Quartier – Berichtswege zwischen den Häusern.
  • Das ganze Netz bei Nacht – Zusammenarbeit im Haus und weit hinaus.
    Das ganze Netz bei Nacht – Zusammenarbeit im Haus und weit hinaus.
  • Jeder Schritt beschriftet – Name, wie viele warten, Auslastung.
    Jeder Schritt beschriftet – Name, wie viele warten, Auslastung.
  • Ein einzelner Fall lässt sich verfolgen – Schritt für Schritt, mit der Wartezeit an jeder Station. Ziel: in erster Instanz entschieden binnen sechs Monaten.
    Ein Fall wird verfolgt – „Eine Mieterin verklagt ihren Vermieter auf die Kaution“ – Schritt für Schritt durch das Haus.
  • Welle von Massenklagen – Ansicht Ressourcen, die Rückstände wachsen Etage für Etage.
    Welle von Massenklagen – Ansicht Ressourcen, die Rückstände wachsen Etage für Etage.
  • Die Datenbögen werden rot, die Arbeit stockt – die Simulation zeigt, wo sich Vorgänge stauen und wie lange die Erholung dauert.
    E-Akte fällt aus – Die Datenbögen werden rot, die Arbeit stockt.
  • Der Griff – Richterstellen Zivil auf „20 verstärkt“ – ein Lichtblitz zeigt, wo er wirkt.
    Der Griff – Richterstellen Zivil auf „20 verstärkt“ – ein Lichtblitz zeigt, wo er wirkt.
  • Frühling bei AMTSGERICHT WESTERBRÜCK – Justizgebäude offen, Leuchtringe zeigen die Auslastung.
    Frühling bei AMTSGERICHT WESTERBRÜCK – Justizgebäude offen, Leuchtringe zeigen die Auslastung.
  • Sommerabend – warmes Licht, lange Schatten, goldene Bögen über dem Platz.
    Sommerabend – warmes Licht, lange Schatten, goldene Bögen über dem Platz.
  • Herbst – Laub auf den Wegen, Ansicht Leistung.
    Herbst – Laub auf den Wegen, Ansicht Leistung.
  • Winterabend – Schnee auf dem Quartier, Justizgebäude offen und hell, die Zusammenarbeit leuchtet.
    Winterabend – Schnee auf dem Quartier, Justizgebäude offen und hell, die Zusammenarbeit leuchtet.
  • „Wer mit wem arbeitet“ als Kuppel aus Bögen – eines von 14 Schaubildern, die live aus denselben Daten gerechnet werden.
    Schaubild „Wer mit wem arbeitet“, live aus dem Modell gerechnet.
  • Schaubild „Jahr, Woche, Tag“, live aus dem Modell gerechnet.
    Schaubild „Jahr, Woche, Tag“, live aus dem Modell gerechnet.
  • Schaubild „Führungsebenen als Treppe“, live aus dem Modell gerechnet.
    Schaubild „Führungsebenen als Treppe“, live aus dem Modell gerechnet.
  • Schaubild „Wie ein Vorgang fließt“, live aus dem Modell gerechnet.
    Schaubild „Wie ein Vorgang fließt“, live aus dem Modell gerechnet.
  • Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“, live aus dem Modell gerechnet.
    Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“, live aus dem Modell gerechnet.
  • Schaubild „Woran die Arbeit hängt“, live aus dem Modell gerechnet.
    Schaubild „Woran die Arbeit hängt“, live aus dem Modell gerechnet.
  • Schaubild „Wo es eng wird“, live aus dem Modell gerechnet.
    Schaubild „Wo es eng wird“, live aus dem Modell gerechnet.
  • Schaubild „Wer führt wen“, live aus dem Modell gerechnet.
    Schaubild „Wer führt wen“, live aus dem Modell gerechnet.
  • Die ganze Software – Lage, Kennzahl, Zeit, Ansichten und die Regler unten.
    Die ganze Software – Lage, Kennzahl, Zeit, Ansichten und die Regler unten.
  • Justizgebäude gewählt – Etagenliste rechts, die Etagen schweben auseinander.
    Justizgebäude gewählt – Etagenliste rechts, die Etagen schweben auseinander.
  • Lage, Kennzahl, Zeitraffer, sechs Ansichten, Regler und Störungen: Ein Klick auf eine Abteilung zeigt Aufgabe, Ort und alle Beziehungen.
    Zivilabteilungen – Karte mit Aufgabe, Ort und allen Beziehungen.
  • Welle von Massenklagen ausgelöst – Chronik, Kennzahl und Engpass reagieren.
    Welle von Massenklagen ausgelöst – Chronik, Kennzahl und Engpass reagieren.
  • Gegensteuern – Richterstellen Zivil aufgestockt – die Kachel zeigt die Wirkung seit dem Griff.
    Gegensteuern – Richterstellen Zivil aufgestockt – die Kachel zeigt die Wirkung seit dem Griff.
  • Schaubild „Wie ein Vorgang fließt“ mit Tafel – Befunde in Sätzen.
    Schaubild „Wie ein Vorgang fließt“ mit Tafel – Befunde in Sätzen.
  • Schaubild „Wer mit wem arbeitet“ mit Tafel.
    Schaubild „Wer mit wem arbeitet“ mit Tafel.
  • Vorgang verfolgen – Schritt, Wartezeit und Zusage auf der Karte.
    Vorgang verfolgen – Schritt, Wartezeit und Zusage auf der Karte.
  • Der Rundgang führt in acht Schritten durch die Software.
    Der Rundgang führt in acht Schritten durch die Software.
  • 36 Organisationen zur Auswahl, jede mit eigenem Bild.
    36 Organisationen zur Auswahl, jede mit eigenem Bild.

Ihr Gericht als Modell

Sie möchten Ihr Gericht mit eigenen Dezernaten, Beständen und Laufzeiten sehen? Nehmen Sie Kontakt auf, schriftlich oder telefonisch; wir klären, welche Daten das Modell braucht. Die Simulation ist durch ein Passwort geschützt, das Sie auf Anfrage erhalten.

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Minimal Organization: Amtsgericht

Die Angaben gehen nur an diesen Auftritt und dienen allein der Beantwortung.

Grundlage und Grenzen

Fiktives Gericht · Modell auf Grundlage recherchierter Justizstrukturen · keine Aussage über reale Gerichte

1 Vorgang = 1 Verfahren oder 1 Grundbuchantrag · 1 Figur ≈ 8 Beschäftigte

Alle Mengen, Dauern, Quoten und Kapazitäten sind Modellannahmen, keine Werte eines realen Gerichts.

Das Ziel von sechs Monaten ist eine Modellvorgabe; eine gesetzliche Höchstdauer für Zivilprozesse gibt es nicht. Streitige Urteile dauern an Amtsgerichten im Mittel deutlich länger.

Der Bestand eines Richterdezernats ist als Zahl gleichzeitig bearbeiteter Akten abgebildet; die Stationen arbeiten im Modell rund um die Uhr.

Belegt: Fristen nach ZPO, StPO, GBO und FamFG, Geschäftsverteilung durch das Präsidium, Zuständigkeit bis 10.000 Euro, E-Akte ab 2026.

Öffentliche Quellen, auf denen das Modell beruht:

  • Gerichtsverfassungsgesetz (§§ 21e, 23, 23a, 71)
  • Zivilprozessordnung (§§ 217, 272, 276, 278, 310, 331, 411, 496, 517, 696)
  • Strafprozessordnung (§§ 201, 203, 314, 407–410, 153a)
  • Grundbuchordnung (§§ 13, 17, 18, 29, 45)
  • FamFG (§§ 155, 156, 158, 159, 162)
  • Rechtspflegergesetz (§§ 3, 9)
  • Gerichtskostengesetz § 12
  • Destatis: Justiz und Rechtspflege (Zivilgerichte, Fachserie 10 Reihe 2.1)

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Alle Daten sind erfunden, auch die Verfahrensdauern. Das Modell lässt sich an die echten Zahlen Ihres Gerichts anpassen und zeigt dann, was heute in keiner Übersicht steht: etwa Bestände je Dezernat und Verfahrensart oder die Laufzeit der Grundbucheintragungen.