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Minimal Organization: STADT WESTERBRÜCK, Stadtverwaltung (Großstadt) – das Gelände im Modell von schräg oben

Simulation · Minimal Organization · Stadt, Gesundheit, Wissen, Bau

Stadtverwaltung

Eine Großstadtverwaltung als begehbares Modell: Sie sehen, wie ein Bauantrag durch die Fachämter läuft, wie Rat und Ausschüsse tagen und wo am Schalter gewartet wird.

STADT WESTERBRÜCK ist erfunden, die Fristen sind vereinfacht. Mit den Daten Ihrer Verwaltung zeigt das Modell, was heute in Fachverfahren steckt – etwa Antragsbestände und Bearbeitungsdauer je Art des Bauantrags oder Wartezeiten und Terminbuchungen im Bürgerbüro.

Wie ist der Ablauf, wenn ein Bauantrag im Bauamt eingeht? Das Modell der erfundenen STADT WESTERBRÜCK zeigt es Schritt für Schritt. Der Rat entscheidet in Sitzungen, die Verwaltung bereitet vor und vollzieht – und am Schalter wartet die Stadt.

Der Weg eines Bauantrags: Eine Architektin reicht den Antrag für ein Mehrfamilienhaus digital ein, die Bauaufsicht prüft die Vollständigkeit, Stadtplanung, Feuerwehr und Tiefbau nehmen gleichzeitig Stellung, Denkmal, Umwelt und Nachbarn melden sich in der Frist, dann entscheidet die Bauaufsicht, und die Stadtkasse verschickt den Gebührenbescheid. Ziel im Modell: entschieden binnen sechs Wochen.

Mit Sternverfahren und digitaler Akte sehen alle Stellen den Antrag zugleich; unbesetzte Stellen in der Bauaufsicht verlängern alles. Daneben laufen ein Ratsbeschluss für eine neue Kita, das Bürgerbüro und ein Bebauungsplan. Die Fristen der Bauordnung sind vereinfacht. Die Seite ist für Verwaltungsvorstand, Amtsleitungen, Personal und Ausbildung, Digitalisierung und Rat.

Ein Wohnhaus soll gebaut werden

  1. 01

    Bauantrag einreichen: Eine Architektin reicht den Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus digital ein.

  2. 02

    Vollständigkeitsprüfung: Die Bauaufsicht prüft, ob alles da ist.

  3. 03

    Bauherr liefert Unterlagen nach: Der Bauherr liefert Unterlagen nach.

  4. 04

    Stadtplanung, Feuerwehr und Tiefbau nehmen gleichzeitig Stellung.

  5. 05

    Stellungnahme Stadtplanung: Passt das Haus zum Bebauungsplan?

  6. 06

    Stellungnahme Brandschutz: Die Feuerwehr prüft Rettungswege.

  7. 07

    Stellungnahme Tiefbau: Der Tiefbau prüft Zufahrt und Entwässerung.

  8. 08

    Erste Stellungnahmen da.

  9. 09

    Stellungnahmen laufen (Frist): Denkmal, Umwelt und Nachbarn melden sich innerhalb der Frist.

  10. 10

    Bauaufsicht entscheidet: Die Bauaufsicht wägt ab und schreibt den Bescheid.

  11. 11

    Abgelehnt.

  12. 12

    Gebührenbescheid: Gebührenbescheid und Baugenehmigung gehen raus.

  13. 13

    Nachbar klagt: Ein Nachbar klagt vor dem Verwaltungsgericht.

  14. 14

    Genehmigt.

Wofür eine Stadtverwaltung das Modell nutzen kann

  • Interne Kommunikation

    Rathaus, Technisches Rathaus, Stadthaus, Bürgerzentrum, Feuerwache und Betriebshof in einem Quartier. Die Ämter sehen, wie ein Antrag zwischen ihnen wandert und wer wann Stellung nimmt.

    Für wenVerwaltungsvorstand, Amtsleitungen, Personalrat

  • Onboarding

    Neue Beschäftigte sehen im Schaubild „Wer führt wen“ Rat, Oberbürgermeister und Dezernate in einem Bild und folgen danach einem Bauantrag durch die Ämter.

    Für wenNeue Beschäftigte, Quereinsteigende, Führungskräfte im ersten Jahr

  • Ausbildung

    Anwärterinnen, Anwärter und Auszubildende schalten zwischen Papier und digitaler Akte um, lösen eine Antragswelle oder den Krisenstab Unterbringung aus und sehen, was liegen bleibt.

    Für wenVerwaltungsausbildung, Anwärterinnen und Anwärter, duales Studium

  • Vermittlung an Bürgerinnen und Bürger

    Bauherren und Einwohner sehen, was mit ihrem Antrag geschieht: Vollständigkeit, Stellungnahmen, Frist, Entscheidung. Das Schaubild „Jahr, Woche, Tag“ erklärt, warum ein Ratsbeschluss Monate braucht.

    Für wenBauaufsicht, Bürgeramt, Pressestelle, Bürgerschaft

  • Strategischer Überblick

    Sternverfahren, besetzte Stellen in der Bauaufsicht und Online-Ummeldung im Vergleich. Das Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“ zeigt, welche Reform am meisten bringt – bevor der Rat entscheidet.

    Für wenVerwaltungsvorstand, Rat, Organisationsentwicklung

Was dargestellt wird – warum – für wen

Was gezeigt wird Warum Für wen
Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“: Sternverfahren, Stellen in der Bauaufsicht, Online-Ummeldung Warumzeigt, welche Reform am meisten bringt Für wenVerwaltungsvorstand, Rat
Schaubild „Wie ein Vorgang fließt“: Bauantrag zu den Fachämtern Warumzeigt Stellungnahmen und Nachforderungen Für wenBauaufsicht, Bauherren
Schaubild „Jahr, Woche, Tag“: Ausschuss- und Ratssitzungen Warumerklärt den Sitzungstakt politischer Entscheidungen Für wenRat, Bürgerschaft
Schaubild „Wo es auf dem Gelände eng wird“: Bürgerbüro Warumzeigt die Schlange am Schalter Für wenBürgeramt, Digitalisierung
Schaubild „Wer führt wen“: Rat, Bürgermeister, Dezernate Warumzeigt Politik und Verwaltung in einem Bild Für wenAusbildung, Bürgerinnen und Bürger
Ansicht Ressourcen über dem Technischen Rathaus Warumzeigt die Rückstände der Bauaufsicht Für wenDezernat Bauen
Störung „Krisenstab Unterbringung“ Warumzeigt, was liegen bleibt, wenn Personal abgezogen wird Für wenVerwaltungsvorstand, Personalrat

Abteilungen im Modell

  • Rat der Stadt

    Gewählt; beschließt Haushalt, Satzungen, Bebauungspläne.

  • Bezirksvertretung

    Entscheidet über Angelegenheiten im Stadtbezirk.

  • Oberbürgermeisteramt

    Direkt gewählte Spitze der Verwaltung; bereitet Beschlüsse vor und führt sie aus.

  • Verwaltungsvorstand (Dezernenten)

    Vom Rat gewählt, führt die Dezernate.

  • Rechnungsprüfungsamt

    Dem Rat zugeordnet und unabhängig.

  • Kämmerei

    Haushalt, Mitzeichnung jeder Vorlage mit Kosten.

  • Stadtkasse

    Gebühren und Zahlungen.

  • Bürgeramt

    Melderecht, Ausweise, Bescheinigungen.

  • Ordnungsamt

    Gewerbe, Verkehr, Veranstaltungen.

  • Feuerwehr

    Brandschutz und Rettungsdienst; prüft Brandschutz in Bauanträgen.

  • Bauaufsicht

    Prüft Bauanträge und entscheidet in gesetzlichen Fristen.

  • Stadtplanung

    Bebauungspläne, Stellungnahmen zu Bauanträgen.

  • Tiefbauamt

    Straßen, Erschließung, Stellungnahmen.

  • Umweltamt

    Lärm, Boden, Artenschutz.

  • Betriebshof und Grünflächen

    Räumt, mäht, repariert.

  • Jugend und Soziales

    Kitas, Jugendhilfe, Sozialleistungen.

  • Personal und IT

    Stellen, Fachverfahren, Online-Dienste.

  • Rechtsamt

    Widersprüche, Klagen, Satzungen.

Alle Vorgänge im Modell

Ein Wohnhaus soll gebaut werden

  1. 01Bauantrag einreichen: Eine Architektin reicht den Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus digital ein.
  2. 02Vollständigkeitsprüfung: Die Bauaufsicht prüft, ob alles da ist.
  3. 03Bauherr liefert Unterlagen nach: Der Bauherr liefert Unterlagen nach.
  4. 04Stadtplanung, Feuerwehr und Tiefbau nehmen gleichzeitig Stellung.
  5. 05Stellungnahme Stadtplanung: Passt das Haus zum Bebauungsplan?
  6. 06Stellungnahme Brandschutz: Die Feuerwehr prüft Rettungswege.
  7. 07Stellungnahme Tiefbau: Der Tiefbau prüft Zufahrt und Entwässerung.
  8. 08Erste Stellungnahmen da.
  9. 09Stellungnahmen laufen (Frist): Denkmal, Umwelt und Nachbarn melden sich innerhalb der Frist.
  10. 10Bauaufsicht entscheidet: Die Bauaufsicht wägt ab und schreibt den Bescheid.
  11. 11Abgelehnt.
  12. 12Gebührenbescheid: Gebührenbescheid und Baugenehmigung gehen raus.
  13. 13Nachbar klagt: Ein Nachbar klagt vor dem Verwaltungsgericht.
  14. 14Genehmigt.

Eine neue Kita braucht einen Ratsbeschluss

  1. 01Fachamt schreibt die Beschlussvorlage: Das Jugendamt schreibt eine Vorlage für eine neue Kita – mit Kosten.
  2. 02Kämmerei und Recht zeichnen mit: Kämmerei und Rechtsamt zeichnen mit.
  3. 03Verwaltungsvorstand gibt frei (dienstags): Der Verwaltungsvorstand gibt die Vorlage frei – er tagt dienstags.
  4. 04Fachausschuss berät (alle vier Wochen): Der Fachausschuss berät und empfiehlt.
  5. 05Rat beschließt (alle sechs Wochen): Der Rat beschließt mit Mehrheit.
  6. 06Abgelehnt.
  7. 07Verwaltung setzt um: Die Verwaltung setzt um: Vergabe, Bau, Personal.
  8. 08Umgesetzt.

Bürger kommen ins Bürgerbüro

  1. 01Wartemarke ziehen: Zwei Bürger ziehen eine Wartemarke: Ummeldung und neuer Ausweis.
  2. 02Schalter im Bürgerbüro: Am Schalter: melden, beglaubigen, beantragen.
  3. 03Ausweis wird hergestellt: Der Ausweis wird zentral hergestellt.
  4. 04Ausweis abholen: Abholen im Bürgerzentrum.
  5. 05Erledigt.

Ein neues Wohngebiet wird geplant

  1. 01Rat beschließt (alle sechs Wochen): Der Rat beschließt, einen Bebauungsplan aufzustellen.
  2. 02Stadtplanung erstellt den Vorentwurf: Die Stadtplanung zeichnet einen Vorentwurf.
  3. 03Frühe Beteiligung und Gutachten laufen parallel.
  4. 04Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit: Bürgerversammlung und erste Stellungnahmen.
  5. 05Gutachten: Lärm, Verkehr, Artenschutz: Büros untersuchen Lärm, Verkehr und Artenschutz.
  6. 06Alles liegt vor.
  7. 07Entwurf und Umweltbericht: Entwurf mit Umweltbericht.
  8. 08Veröffentlichung für einen Monat: Der Entwurf liegt einen Monat öffentlich aus, auch im Internet.
  9. 09Abwägung aller Stellungnahmen: Die Verwaltung wägt alle Stellungnahmen ab.
  10. 10Erneut: Rat beschließt (alle sechs Wochen): Der Rat beschließt die Satzung; mit der Bekanntmachung gilt der Plan.
  11. 11In Kraft.

Was Sie verändern können

Regler

  • Bauanträge: Niedrige Zinsen und Förderprogramme bringen viele Anträge.
  • Stellen in der Bauaufsicht: Unbesetzte Stellen sind die häufigste Ursache für Fristüberschreitungen.
  • Sternverfahren und digitale Akte: Alle Stellen sehen den Antrag zugleich: die Fristen laufen kürzer (Modellannahme).
  • Online-Ummeldung: Wer online ummeldet, kommt nicht ins Bürgerbüro.

Störungen

  • Haushaltssicherung: Ein halbes Jahr lang werden freie Stellen nicht besetzt.
  • Krisenstab Unterbringung: Zwei Monate lang arbeiten viele im Krisenstab statt in ihren Ämtern.
  • Antragswelle vor einer Gesetzesänderung: Einen Monat lang kommen doppelt so viele Bauanträge.
  • IT-Ausfall im Bürgerbüro: Vier Stunden lang geht am Schalter nichts.

Was das Modell einer Stadtverwaltung bringt

  • 01

    Parallel statt nacheinander

    Mit dem Regler „Sternverfahren und digitale Akte“ sehen alle Stellen den Antrag zugleich. Das Modell zeigt, wie die Fristen kürzer laufen – und wo die Bauaufsicht trotzdem stockt.

  • 02

    Stellen sind ein Hebel

    Unbesetzte Stellen in der Bauaufsicht verlängern alles. Der Regler und die Störung „Haushaltssicherung“ machen sichtbar, was eine Wiederbesetzungssperre bewirkt.

  • 03

    Politik und Verwaltung zusammen

    Rat, Bezirksvertretung, Ausschüsse und Ämter in einem Modell: Der Sitzungstakt steht neben der Bearbeitung der Anträge.

  • 04

    Der Schalter im Blick

    Wer online ummeldet, kommt nicht ins Bürgerbüro. Das Schaubild „Wo es auf dem Gelände eng wird“ zeigt, wie die Last vor Ort sinkt.

  • 05

    Für Ratssaal und Bürgerversammlung

    Ob im Browser am Arbeitsplatz oder groß projiziert im Sitzungssaal: Das Modell läuft auf beiden, und ein Vorführmodus zeigt alles von selbst, etwa im Foyer des Rathauses.

Grundlage und Grenzen

Fiktive Stadt · Modell auf Grundlage recherchierter Verwaltungsstrukturen · keine Aussage über reale Kommunen

1 Vorgang = 1 Bauantrag, 1 Ratsvorlage, 2 Bürger oder 1 Bebauungsplan · 1 Figur ≈ 30 Beschäftigte

Alle Mengen, Dauern, Quoten und Kapazitäten sind Modellannahmen, keine Werte einer realen Stadt.

Fristen der Bauordnung sind vereinfacht und am Gesetzestext zu prüfen; das Ziel von sechs Wochen gilt hier für alle Anträge.

Belegt: Rat und direkt gewählter Bürgermeister, Pflichtausschüsse, Bezirksvertretungen, Beteiligung und Veröffentlichung beim Bebauungsplan.

Öffentliche Quellen, auf denen das Modell beruht:

  • Gemeindeordnung NRW
  • KGSt (Verwaltungsorganisation)
  • Bauordnung NRW § 71
  • Baugesetzbuch
  • Onlinezugangsgesetz

Ihre Verwaltung als Modell

Welche Abläufe Ihrer Stadt sollen sichtbar werden: Bauantrag, Bürgerbüro, Gremien? Wir besprechen Daten, Ziele und Zielgruppen mit Ihnen. Zum Ausprobieren gibt es ein Passwort, das wir auf Anfrage verschicken.

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