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Minimal Organization: NETZ VELMERAU, Stromnetzbetreiber – das Gelände im Modell von schräg oben

Simulation · Minimal Organization · Energie und Wasser

Stromnetzbetreiber

Ein Stromnetzbetreiber als begehbares Modell: Sie sehen, wie eine Solaranlage oder Wärmepumpe ans Netz kommt und wann die Netzplanung zum Engpass wird.

NETZ VELMERAU und alle Mengen sind erfunden. Angepasst an Ihr Netz zeigt das Modell Dinge, die heute auf keiner Karte zusammen stehen – etwa echte Anschlussanfragen je Ortsnetz oder die Auslastung der Ortsnetzstationen.

Wie läuft der Netzanschluss einer PV-Anlage oder Wärmepumpe ab? Am erfundenen Stromnetzbetreiber NETZ VELMERAU ist der Ablauf Schritt für Schritt zu sehen. Er schließt jeden an, der es verlangt, hält das Netz rund um die Uhr am Laufen und baut es zugleich für Wärmepumpen und Solaranlagen um.

Der Weg einer Anschlussanfrage: Ein Installateur meldet eine Solaranlage im Portal an, kleine Anlagen laufen vereinfacht durch, größere rechnet die Netzplanung, die Zusage geht mit Zeitplan hinaus, bei Bedarf verstärkt eine Tiefbaufirma das Netz, dann folgen Zählerwechsel und Register. Ziel im Modell: Zeitplan binnen acht Wochen.

Im Wärmepumpen-Boom werden die Netzplaner zum Engpass. Standardisierte Anschlusspakete nehmen ihnen Arbeit ab, fernsteuerbare Ortsnetzstationen lassen die Leitstelle schneller umschalten. Die Seite wendet sich an Geschäftsführung, Netzplanung, Netzbetrieb, Leitstelle, Messstellenbetrieb und Regulierungsmanagement.

Eine Solaranlage oder Wärmepumpe soll ans Netz

  1. 01

    Installateur stellt die Anfrage: Ein Installateur meldet eine Solaranlage mit Speicher im Portal an.

  2. 02

    Netzanschluss prüft die Anfrage: Kleine Anlagen laufen vereinfacht durch, größere gehen in die Netzrechnung.

  3. 03

    Installateur reicht Unterlagen nach: Der Installateur reicht das Datenblatt nach.

  4. 04

    Netzplanung rechnet die Verträglichkeit: Die Netzplanung rechnet: hält der Ortsnetzstrang die Einspeisung aus?

  5. 05

    Zusage mit Zeitplan: Die Zusage geht raus, mit Zeitplan und Bedingungen.

  6. 06

    Tiefbau verstärkt das Netz: Eine Tiefbaufirma verlegt ein stärkeres Kabel.

  7. 07

    Installateur meldet die Fertigstellung: Der Installateur baut die Anlage und meldet die Fertigstellung.

  8. 08

    Termin beim Kunden: Ein Termin für den Zählerwechsel wird vereinbart.

  9. 09

    Zählerwechsel: Der Messstellenbetrieb baut einen Zweirichtungszähler ein.

  10. 10

    Register und Einspeisevergütung: Abgleich mit dem Marktstammdatenregister, Vergütung startet.

  11. 11

    Angeschlossen.

Wofür ein Netzbetreiber das Modell nutzen kann

  • Interne Kommunikation

    Netzleitstelle, drei Umspannwerke, Netzdepot, Betriebshof und Verwaltung auf einem Gelände. Asset Management, Betrieb und Netzanschluss sehen, wie ihre Vorgänge ineinandergreifen – vom Antrag bis zur Störung.

    Für wenGeschäftsführung, Kommunikation, alle Bereiche

  • Onboarding

    Das Schaubild „Wer wo sitzt – und an wen berichtet“ zeigt Standorte und Zuständigkeiten. Neue Beschäftigte sehen, welche Abteilung bei einem Netzanschluss oder einer Kabelstörung wann übernimmt.

    Für wenNeue Beschäftigte in Netzanschluss, Netzbetrieb und Messstellenbetrieb

  • Ausbildung

    Auszubildende lösen „Sturm“ aus und verfolgen den Vorgang „Ein Kabel im Mittelspannungsnetz fällt aus“: Alarm, Umschalten, Fehlerortung, Aufgraben, Muffe setzen, Rückschaltung in den Normalzustand.

    Für wenAuszubildende in Elektroberufen, duale Studierende, Entstördienst

  • Vermittlung an Installateure und Kommunen

    Installateure und Gemeinden sehen, wo acht Wochen vergehen und wo Jahre, etwa beim Bau eines Umspannwerks. Das Schaubild „Wo die Zeit bleibt“ macht den Unterschied ohne Fachsprache klar.

    Für wenNetzanschluss, Kundenservice, Kommunen, Installateure

  • Strategischer Überblick

    Anschlusspakete, mehr Netzplaner, fernsteuerbare Ortsnetzstationen und das Tempo des Smart-Meter-Rollouts im Vergleich. Das Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“ ordnet die Hebel für schnellere Anschlüsse.

    Für wenGeschäftsführung, Regulierungsmanagement, Asset Management

Was dargestellt wird – warum – für wen

Was gezeigt wird Warum Für wen
Schaubild „Wo es eng wird“ im Wärmepumpen-Boom Warumzeigt die Netzplanung an ihrer Grenze Für wenGeschäftsführung, Netzplanung
Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“: Anschlusspakete, Netzplaner, fernsteuerbare Ortsnetzstationen Warumordnet die Hebel für schnellere Anschlüsse Für wenGeschäftsführung, Regulierungsmanagement
Schaubild „Der Weg über das Gelände“: Leitstelle, Umspannwerke, Depot Warumzeigt die Wege bei Störungen Für wenNetzbetrieb, Leitstelle
Schaubild „Wo die Zeit bleibt“: Netzanschluss und Umspannwerk Warumzeigt, wo acht Wochen und wo Jahre vergehen Für wenInstallateure, Kommunen
Schaubild „Wer wo sitzt – und an wen berichtet“ Warumzeigt Standorte und Zuständigkeiten Für wenOnboarding
Störung „Sturm“ mit dem Vorgang „Ein Kabel im Mittelspannungsnetz fällt aus“ Warumzeigt Ortung und Reparatur unter Last Für wenLeitstelle, Krisenstab
Vorgang „Ein intelligentes Messsystem wird eingebaut“ Warumzeigt den Rollout gegen die Zahl der Monteure Für wenMessstellenbetrieb

Abteilungen im Modell

  • Geschäftsführung

    Führt die Netzgesellschaft – unabhängig vom Vertrieb des Konzerns.

  • Gleichbehandlungsbeauftragter

    Wacht darüber, dass alle Lieferanten gleich behandelt werden.

  • Asset Management

    Eigentümerrolle: Strategie, Investitionen, Zustand der Betriebsmittel.

  • Netzplanung

    Lastfluss, Zielnetz, (n-1): erst optimieren, dann verstärken, dann ausbauen.

  • Regulierungsmanagement

    Rechnet Kosten und Erlöse für die Bundesnetzagentur.

  • Netzleitstelle

    Rund um die Uhr: schalten, Störungen führen, Freischaltungen planen.

  • Entstördienst

    Bereitschaft: fährt raus, ortet, repariert.

  • Instandhaltung

    Wartet Umspannwerke, Stationen und Leitungen.

  • Bau und Projektabwicklung

    Baut Leitungen, Stationen und Umspannwerke.

  • Netzanschluss

    Prüft Anfragen für Solaranlagen, Wärmepumpen und Ladepunkte.

  • Kundenservice und Störungshotline

    Nimmt Meldungen an und informiert bei Störungen.

  • Messstellenbetrieb

    Baut Zähler und intelligente Messsysteme ein.

  • Netzwirtschaft

    Netzentgelte, Marktkommunikation, Einspeisevergütung.

  • IT und Leittechnik

    Netzleitsystem, Geodaten, Messdaten – abgeschottet.

Alle Vorgänge im Modell

Eine Solaranlage oder Wärmepumpe soll ans Netz

  1. 01Installateur stellt die Anfrage: Ein Installateur meldet eine Solaranlage mit Speicher im Portal an.
  2. 02Netzanschluss prüft die Anfrage: Kleine Anlagen laufen vereinfacht durch, größere gehen in die Netzrechnung.
  3. 03Installateur reicht Unterlagen nach: Der Installateur reicht das Datenblatt nach.
  4. 04Netzplanung rechnet die Verträglichkeit: Die Netzplanung rechnet: hält der Ortsnetzstrang die Einspeisung aus?
  5. 05Zusage mit Zeitplan: Die Zusage geht raus, mit Zeitplan und Bedingungen.
  6. 06Tiefbau verstärkt das Netz: Eine Tiefbaufirma verlegt ein stärkeres Kabel.
  7. 07Installateur meldet die Fertigstellung: Der Installateur baut die Anlage und meldet die Fertigstellung.
  8. 08Termin beim Kunden: Ein Termin für den Zählerwechsel wird vereinbart.
  9. 09Zählerwechsel: Der Messstellenbetrieb baut einen Zweirichtungszähler ein.
  10. 10Register und Einspeisevergütung: Abgleich mit dem Marktstammdatenregister, Vergütung startet.
  11. 11Angeschlossen.

Ein Kabel im Mittelspannungsnetz fällt aus

  1. 01Schutz löst aus, Alarm in der Leitwarte: Ein Kabel schlägt durch, der Schutz schaltet ab. In der Leitwarte leuchtet der Abschnitt rot.
  2. 02Fernsteuerbar umschalten: Die Leitstelle trennt den Abschnitt und versorgt den Rest über den Ring.
  3. 03Hotline und Entstördienst laufen gleichzeitig.
  4. 04Störungshotline und Störungsseite: Die Hotline nimmt Anrufe an, die Störungsseite zeigt das Gebiet.
  5. 05Entstördienst fährt raus: Der Entstördienst fährt zur Station.
  6. 06Das Team ist vor Ort.
  7. 07Fehlerortung im Kabel: Mit Messwagen wird die Fehlerstelle im Kabel geortet.
  8. 08Notstromaggregat oder Provisorium: Ein Notstromaggregat versorgt die letzten Kunden.
  9. 09Tiefbau gräbt auf: Eine Tiefbaufirma gräbt die Straße auf.
  10. 10Kabelmuffe setzen: Monteure setzen eine Kabelmuffe.
  11. 11Zurück in den Normalzustand schalten: Die Leitstelle schaltet zurück in den Normalzustand.
  12. 12Dokumentation für die Störungsstatistik: Die Störung geht in die Statistik.
  13. 13Behoben.

Ein Umspannwerk wird gebaut

  1. 01Bedarf aus dem Netzausbauplan: Die Netzplanung sieht: im Westen reicht die Leistung für Wärmepumpen und Ladepunkte nicht mehr.
  2. 02Investitionsfreigabe: Das Asset Management gibt die Investition frei.
  3. 03Kosten in der Regulierung bewerten: Das Regulierungsmanagement bewertet: werden die Kosten anerkannt?
  4. 04Genehmigung und Transformator laufen parallel.
  5. 05Genehmigung: Die Behörde genehmigt das Umspannwerk.
  6. 06Transformator bestellen (Lieferzeit): Der Transformator wird bestellt.
  7. 07Genehmigt, Transformator unterwegs.
  8. 08Bau: Schaltanlage, Schutz, Kabel: Schaltanlage, Schutztechnik und Kabel werden gebaut.
  9. 09Leitstelle plant die Freischaltungen: Die Leitstelle plant, welche Leitungen für den Anschluss abgeschaltet werden.
  10. 10Inbetriebnahme, Aufnahme ins Netzleitsystem: Das Umspannwerk geht in Betrieb und erscheint im Netzbild.
  11. 11In Betrieb.

Ein intelligentes Messsystem wird eingebaut

  1. 01Einbau planen: Der Messstellenbetrieb plant den Einbau bei einem Haushalt mit Wärmepumpe.
  2. 02Termin beim Kunden: Termin beim Kunden.
  3. 03Zählerwechsel: Die Monteure bauen Zähler und Gateway ein.
  4. 04Gateway einrichten und anbinden: Das Gateway wird eingerichtet und sicher angebunden.
  5. 05Eingebaut.

Was Sie verändern können

Regler

  • Anschlussanfragen: Förderprogramme lassen die Anfragen sprunghaft steigen.
  • Standardisierte Anschlusspakete: Mehr Anfragen laufen vereinfacht durch, die Netzplanung wird entlastet (Modellannahme).
  • Netzplaner: Wie viele Netzrechnungen gleichzeitig laufen.
  • Fernsteuerbare Ortsnetzstationen: Die Leitstelle schaltet schneller um (Modellannahme).
  • Smart-Meter-Rollout: Mehr Einbauten binden dieselben Monteure.

Störungen

  • Sturm: Einen Tag lang fallen Bäume in Leitungen: zwanzigmal so viele Störungen, Ortung und Reparatur dauern länger.
  • Bagger beschädigt ein Kabel: Zwei Stunden lang häufen sich Störungen in einem Baugebiet.
  • Netzleitsystem fällt aus: Zwei Stunden lang kann die Leitstelle nicht fernschalten.
  • Lieferengpass Transformatoren: Ein Jahr lang brauchen Transformatoren noch länger.

Was das Modell einem Netzbetreiber bringt

  • 01

    Der Engpass hat einen Namen

    Stellen Sie die Anschlussanfragen auf Wärmepumpen-Boom: Die Schlange vor der Netzplanung wächst sichtbar, und ein Tipp am Engpass nennt den Regler, der sie entlastet.

  • 02

    Betrieb und Ausbau zugleich

    Anschluss, Kabelstörung, Bau eines Umspannwerks und Smart-Meter-Einbau laufen parallel. Mehr Einbauten binden dieselben Monteure – das Modell zeigt, wo es dann eng wird.

  • 03

    Störungen mit Wegen

    Bei Sturm zeigt das Schaubild „Der Weg über das Gelände“, wie der Entstördienst zwischen Leitstelle, Depot und Umspannwerken unterwegs ist.

  • 04

    Lieferketten im Blick

    Die Störung „Lieferengpass Transformatoren“ verlängert den Bau des Umspannwerks. So wird sichtbar, was ein Jahr zusätzliche Lieferzeit für den Netzausbau bedeutet.

  • 05

    Für Ausschuss und Leinwand

    Ein Browser genügt, große Projektionen gehen auch. So lässt sich das Modell in kommunalen Ausschüssen, auf Installateurstagen oder im eigenen Foyer zeigen.

Grundlage und Grenzen

Fiktiver Netzbetreiber · Modell auf Grundlage recherchierter Branchenstrukturen · keine Vorhersage für reale Unternehmen

1 Vorgang = 1 Anschlussanfrage, 1 Störung, 1 Umspannwerk oder 10 Messsysteme · 1 Figur ≈ 25 Beschäftigte

Alle Mengen, Dauern, Quoten und Kapazitäten sind Modellannahmen, keine Werte eines realen Netzbetreibers.

Die Zusage gilt hier als erfüllt, wenn der Zeitplan beim Installateur ist; Bau und Zählerwechsel folgen danach.

Belegt: Zeitplan für Anschlussanfragen binnen acht Wochen, Meldung von Unterbrechungen über drei Minuten, Entflechtung vom Vertrieb.

Öffentliche Quellen, auf denen das Modell beruht:

  • Energiewirtschaftsgesetz (u. a. §§ 7, 7a, 11, 14a, 14d, 52)
  • Bundesnetzagentur: Monitoringbericht
  • Netzentwicklungsplan Strom (NOVA-Prinzip)
  • Anreizregulierungsverordnung
  • Erneuerbare-Energien-Gesetz § 8

Ihr Netz als Modell

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