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Minimal Organization: SOLMERA ENERGIE, Energiekonzern (ohne Netz) – das Gelände im Modell von schräg oben

Simulation · Minimal Organization · Energie und Wasser

Energieversorger

Ein Energiekonzern ohne eigenes Netz als begehbares Modell: Lieferantenwechsel in 24 Stunden, Stromhandel bis 12 Uhr, dazu Gas, Wind und Sonne auf einem Gelände.

SOLMERA ENERGIE ist erfunden, ebenso alle Zahlen. Mit echten Daten kann das Modell zeigen, was heute in Fachsystemen verborgen bleibt – etwa Wechselzahlen und Klärfälle je Netzgebiet oder Prognosefehler und Ausgleichsenergie je Tag.

Wie läuft ein Lieferantenwechsel beim Strom ab, und wo bleibt er hängen? Die Seite erklärt den Ablauf am erfundenen Energiekonzern SOLMERA ENERGIE. Er erzeugt Strom aus Gas, Wind und Sonne, handelt ihn jeden Tag bis 12 Uhr für morgen und beliefert Haushalte über das Netz eines anderen.

So läuft ein Wechsel im Modell: Ein Haushalt schließt online ab, das Kundensystem prüft die Bonität, das Wechselteam meldet beim Netzbetreiber an, der ordnet den Zähler zu, der bisherige Lieferant meldet ab, und die Belieferung beginnt. Passt die Zählernummer nicht, klärt der Kundenservice – und der Wechsel wartet. Ziel: beliefert binnen 24 Stunden.

Daneben laufen eine Rechnungsbeschwerde, der Tageshandel, die Störung einer Windanlage und ein neuer Windpark. In der Dunkelflaute arbeiten Prognose und Handel drei Tage lang doppelt so lange; ein Batteriespeicher am Windpark fängt Prognosefehler ab. Für Vorstand, Vertrieb, Kundenservice, Handel, Risikomanagement und Projektentwicklung.

Ein Haushalt wechselt zu SOLMERA

  1. 01

    Kunde schließt online ab: Ein Haushalt schließt online einen Stromvertrag ab.

  2. 02

    Bonitätsprüfung: Das Kundensystem prüft die Bonität.

  3. 03

    Prüfung von Hand: Der Kundenservice prüft von Hand, etwa bei Vorkasse.

  4. 04

    Abgelehnt.

  5. 05

    Anmeldung beim Netzbetreiber: Das Wechselteam meldet den Kunden beim Netzbetreiber an.

  6. 06

    Netzbetreiber ordnet den Zähler zu: Die Netzgesellschaft ordnet den Zähler dem neuen Lieferanten zu.

  7. 07

    Klärung: Zählernummer passt nicht: Die Zählernummer passt nicht: der Kundenservice klärt.

  8. 08

    Kunde liefert die Zählernummer: Der Kunde schickt ein Foto vom Zähler.

  9. 09

    Abmeldung beim alten Lieferanten und Abschlagsplan laufen gleichzeitig.

  10. 10

    Bisheriger Lieferant meldet ab: Der bisherige Lieferant bestätigt die Abmeldung.

  11. 11

    Abschlagsplan: Die Abrechnung legt die monatlichen Abschläge fest.

  12. 12

    Abgemeldet und Abschläge stehen.

  13. 13

    Belieferung beginnt: Die Belieferung beginnt.

  14. 14

    Zählerstand vom Messstellenbetreiber: Der Messstellenbetreiber liefert den Anfangsstand.

  15. 15

    Beliefert.

Wofür ein Energieversorger das Modell nutzen kann

  • Interne Kommunikation

    Zentrale, Kundencenter, Gaskraftwerk, Windpark und Solarpark auf einer Karte. Vertrieb, Handel und Erzeugung sehen, wie ihre Arbeit zusammenhängt – und warum das Netz bei einer anderen Gesellschaft liegt.

    Für wenVorstand, Unternehmenskommunikation, Vertrieb, Handel und Erzeugung

  • Onboarding

    Neue Kolleginnen und Kollegen im Kundenservice folgen einem Wechsel Schritt für Schritt und sehen, wo eine falsche Zählernummer den Fall zurückwirft. Der Rundgang in acht Schritten erklärt die Bedienung.

    Für wenNeue Beschäftigte in Kundenservice, Wechselprozessen und Abrechnung

  • Ausbildung

    Auszubildende lösen eine Dunkelflaute oder einen Ausfall des Handelssystems aus und sehen, wie Prognose und Handel unter Druck geraten. Der feste Gebotsschluss um 12 Uhr wird im Schaubild „Jahr, Woche, Tag“ sichtbar.

    Für wenAuszubildende, duale Studierende, Trainees im Handel

  • Vermittlung an Kunden

    Kundinnen und Kunden sehen, was nach dem Online-Abschluss passiert: Anmeldung, Zählerzuordnung, Abmeldung beim bisherigen Lieferanten, Abschlagsplan. Das erklärt, warum manchmal nach der Zählernummer gefragt wird.

    Für wenVertrieb, Kundenservice, Kundenkommunikation

  • Strategischer Überblick

    Wechselteam, Kundenportal, Batteriespeicher und zustandsbasierte Wartung im Vergleich. Das Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“ zeigt, welcher Hebel Vertrieb und Erzeugung am meisten entlastet.

    Für wenVorstand, Controlling, Risikocontrolling

Was dargestellt wird – warum – für wen

Was gezeigt wird Warum Für wen
Schaubild „Jahr, Woche, Tag“: Gebotsschluss 12 Uhr, Wechsel in 24 Stunden Warumerklärt die festen Fristen des Marktes Für wenHandel, Vertrieb
Schaubild „Wie ein Vorgang fließt“: Lieferantenwechsel mit Klärung der Zählernummer Warumzeigt, warum Wechsel hängen bleiben Für wenKundenservice, Prozessmanagement
Schaubild „Wer wo sitzt – und an wen berichtet“: Kraftwerk, Wind, Solar, Zentrale Warumzeigt die Erzeugung im Gelände Für wenKommunikation, Investoren
Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“: Wechselteam, Kundenportal, Batteriespeicher, Wartung Warumordnet die Hebel für Vertrieb und Erzeugung Für wenVorstand, Controlling
Schaubild „Wo die Zeit bleibt“: ein neuer Windpark Warumzeigt Genehmigung und Bau über Jahre Für wenProjektentwicklung, Politik
Störung „Dunkelflaute“ Warumzeigt Prognose und Handel unter Druck Für wenHandel, Risikomanagement
Ansicht Daten: Handels- und Risikosystem Warumzeigt die Abhängigkeit vom Handelssystem Für wenIT, Risikomanagement

Abteilungen im Modell

  • Vorstand

    Führt Erzeugung, Handel und Vertrieb – das Netz gehört nicht dazu.

  • Kraftwerksbetrieb

    Fährt das Gaskraftwerk nach Fahrplan.

  • Erneuerbare Erzeugung

    Betreibt Wind- und Solarparks aus der Fernwirkzentrale.

  • Service und Instandhaltung

    Fährt zu den Anlagen, wartet und repariert.

  • Projektentwicklung

    Sichert Flächen, beantragt, baut neue Parks.

  • Prognose und Portfoliomanagement

    Rechnet Last und Einspeisung je Viertelstunde voraus.

  • Handel (Front Office)

    Bietet in der Auktion und handelt bis kurz vor Lieferung.

  • Risikocontrolling (Middle Office)

    Prüft Limits – getrennt vom Handel.

  • Abwicklung (Back Office)

    Bestätigt, rechnet ab, berichtet.

  • Vertrieb

    Gewinnt Haushalte und Gewerbe.

  • Wechselprozesse und Marktkommunikation

    Meldet Kunden beim Netzbetreiber an – binnen eines Werktags.

  • Kundenservice

    Telefon, Post, Beschwerden.

  • Abrechnung

    Abschläge und Jahresrechnung aus den Messwerten.

  • Recht und Regulierung

    Genehmigungen, Verträge, Entflechtung.

  • IT

    Handels-, Prognose- und Abrechnungssysteme.

Alle Vorgänge im Modell

Ein Haushalt wechselt zu SOLMERA

  1. 01Kunde schließt online ab: Ein Haushalt schließt online einen Stromvertrag ab.
  2. 02Bonitätsprüfung: Das Kundensystem prüft die Bonität.
  3. 03Prüfung von Hand: Der Kundenservice prüft von Hand, etwa bei Vorkasse.
  4. 04Abgelehnt.
  5. 05Anmeldung beim Netzbetreiber: Das Wechselteam meldet den Kunden beim Netzbetreiber an.
  6. 06Netzbetreiber ordnet den Zähler zu: Die Netzgesellschaft ordnet den Zähler dem neuen Lieferanten zu.
  7. 07Klärung: Zählernummer passt nicht: Die Zählernummer passt nicht: der Kundenservice klärt.
  8. 08Kunde liefert die Zählernummer: Der Kunde schickt ein Foto vom Zähler.
  9. 09Abmeldung beim alten Lieferanten und Abschlagsplan laufen gleichzeitig.
  10. 10Bisheriger Lieferant meldet ab: Der bisherige Lieferant bestätigt die Abmeldung.
  11. 11Abschlagsplan: Die Abrechnung legt die monatlichen Abschläge fest.
  12. 12Abgemeldet und Abschläge stehen.
  13. 13Belieferung beginnt: Die Belieferung beginnt.
  14. 14Zählerstand vom Messstellenbetreiber: Der Messstellenbetreiber liefert den Anfangsstand.
  15. 15Beliefert.

Ein Kunde beschwert sich über seine Rechnung

  1. 01Kunde beschwert sich: Ein Kunde hält seine Jahresrechnung für zu hoch.
  2. 02Beschwerdestelle sichtet: Die Beschwerdestelle sichtet: oft ist es ein geschätzter Zählerstand.
  3. 03Abrechnung prüft die Rechnung: Die Abrechnung prüft Verbrauch und Tarif.
  4. 04Messwerte nachfordern: Der Messstellenbetreiber liefert die echten Werte nach.
  5. 05Antwort an den Kunden: Der Kunde bekommt eine Antwort, wenn nötig eine korrigierte Rechnung.
  6. 06Schlichtungsstelle vermittelt: Der Kunde ruft die Schlichtungsstelle an.
  7. 07Erledigt.

Strom für morgen wird gehandelt

  1. 01Prognose: Last, Wind und Sonne: Am Morgen: wie viel brauchen die Kunden morgen, wie viel liefern Wind und Sonne?
  2. 02Offene Position je Viertelstunde: Je Viertelstunde: was fehlt, was ist zu viel?
  3. 03Gebot für die Auktion: Der Handel stellt das Gebot für die Auktion zusammen.
  4. 04Limitprüfung: Das Risikocontrolling prüft: bleibt das Geschäft im Limit?
  5. 05Auktion für den Folgetag (12 Uhr): Die Börse versteigert um 12 Uhr den ganzen Folgetag.
  6. 06Fahrplan an den Übertragungsnetzbetreiber: Der Fahrplan geht an den Übertragungsnetzbetreiber, das Kraftwerk fährt danach.
  7. 07Handel bis kurz vor Lieferung: Ändert sich der Wind, handelt man bis kurz vor Lieferung nach.
  8. 08Lieferung am Folgetag: Am Folgetag wird geliefert.
  9. 09Ausgleichsenergie klären: Das Back Office klärt die Ausgleichsenergie.
  10. 10Abrechnung und Risikobericht: Abrechnung, Bestätigung, Risikobericht.
  11. 11Geliefert.

Eine Windanlage steht still

  1. 01Anlage meldet einen Fehler: Eine Anlage meldet einen Fehler an der Getriebeölpumpe.
  2. 02Ferndiagnose: Die Fernwirkzentrale prüft die Daten und versucht einen Neustart.
  3. 03Serviceteam fährt raus: Ein Serviceteam fährt zum Park.
  4. 04Reparatur an der Anlage: Das Team tauscht die Pumpe in der Gondel.
  5. 05Ersatzteil beim Hersteller: Das Ersatzteil kommt vom Hersteller.
  6. 06Anlage wieder am Netz: Die Anlage geht wieder ans Netz.
  7. 07Läuft.

Ein neuer Windpark entsteht

  1. 01Flächen sichern, Wind messen: Die Projektentwicklung pachtet Flächen und misst ein Jahr lang den Wind.
  2. 02Gutachten: Schall, Schatten, Artenschutz: Schall, Schatten, Vögel und Fledermäuse werden untersucht.
  3. 03Antrag nach Immissionsschutzrecht: Der Antrag nach Immissionsschutzrecht geht an den Kreis.
  4. 04Genehmigungsverfahren: Die Behörde entscheidet.
  5. 05Versagt.
  6. 06Ausschreibung der Bundesnetzagentur: SOLMERA bietet in der Ausschreibung der Bundesnetzagentur.
  7. 07Netzanschluss und Anlagen werden gleichzeitig bestellt.
  8. 08Netzanschluss beim Netzbetreiber: Die Netzgesellschaft baut den Anschluss.
  9. 09Anlagen bestellen (Lieferzeit): Der Hersteller fertigt die Anlagen.
  10. 10Anschluss und Anlagen kommen.
  11. 11Bau: Wege, Fundamente, Kran, Anlagen: Wege, Fundamente, Kran: die Anlagen werden aufgestellt.
  12. 12Inbetriebnahme und Registrierung: Inbetriebnahme, Eintrag im Marktstammdatenregister, Übergabe an den Betrieb.
  13. 13Am Netz.

Was Sie verändern können

Regler

  • Wechselwelle: Erhöht ein Wettbewerber die Preise, wechseln viele auf einmal.
  • Wechselteam: Wie viele Anmeldungen gleichzeitig bearbeitet werden.
  • Kundenportal: Kunden sehen ihre Messwerte selbst – mehr Beschwerden sind sofort klar (Modellannahme).
  • Batteriespeicher am Windpark: Der Speicher fängt Prognosefehler ab: weniger Ausgleichsenergie (Modellannahme).
  • Zustandsbasierte Wartung: Sensoren erkennen Schäden früh: weniger Ausfälle (Modellannahme).

Störungen

  • Dunkelflaute: Drei Tage kaum Wind und Sonne, die Preise springen: Prognose und Handel arbeiten doppelt so lange.
  • Handelssystem fällt aus: Vier Stunden lang steht das Handels- und Risikosystem: kein Gebot, keine Limitprüfung.
  • Sturm über dem Windpark: Einen Tag lang schalten viele Anlagen ab; die Teams dürfen erst danach hinauf.
  • Klage gegen eine Genehmigung: Ein Jahr lang dauern Genehmigungen doppelt so lange.

Was das Modell einem Energieversorger bringt

  • 01

    Fristen, die man sieht

    24 Stunden für den Wechsel, 12 Uhr für das Gebot, vier Wochen für die Antwort auf eine Beschwerde: Das Modell legt die Fristen auf die Zeitachse, die Simulation zeigt, wann sie reißen.

  • 02

    Vom Kunden bis zur Turbine

    Vertrieb und Erzeugung in einem Modell: Wechsel, Beschwerde, Tageshandel, Windanlage und Windpark laufen nebeneinander, jeweils mit eigenen Schlangen und Engpässen.

  • 03

    Störungen durchspielen

    Dunkelflaute, Sturm über dem Windpark, Ausfall des Handelssystems oder Klage gegen eine Genehmigung: Jede Störung lässt sich auslösen und in den Schaubildern verfolgen.

  • 04

    Ein Bild für Vorstand und Aufsichtsrat

    Das Organigramm mit dem Risikocontrolling als Kontrollfunktion, die Erzeugung auf der Karte, die Hebel im Vergleich – live aus dem Modell statt aus Folien.

  • 05

    Für Bildschirm und Messestand

    Auf dem Laptop im Browser oder groß projiziert auf einer Messe: Ein Vorführmodus spielt das Modell von selbst ab, auch im Kundencenter.

Grundlage und Grenzen

Fiktiver Energiekonzern · Modell auf Grundlage recherchierter Branchenstrukturen · keine Vorhersage für reale Unternehmen

1 Vorgang = 10 Kundenwechsel, 1 Beschwerde, 1 Teilportfolio, 1 Anlagenstörung oder 1 Windpark · 1 Figur ≈ 30 Beschäftigte

Alle Mengen, Dauern, Quoten und Kapazitäten sind Modellannahmen, keine Werte eines realen Versorgers.

Der Windpark ist verdichtet: in Wirklichkeit vergehen von der Idee bis zum Netz oft vier bis sieben Jahre.

Belegt: Entflechtung von Netz und Vertrieb, Beschwerdefrist vier Wochen, Lieferantenwechsel binnen 24 Stunden, Gebotsschluss 12 Uhr für den Folgetag.

Öffentliche Quellen, auf denen das Modell beruht:

  • Energiewirtschaftsgesetz (u. a. §§ 6–10e Entflechtung, § 111a Beschwerden)
  • Bundesnetzagentur: Ausschreibungen, Marktstammdatenregister
  • Übertragungsnetzbetreiber: Bilanzkreise und Regelenergie
  • EPEX SPOT: Day-Ahead und Intraday, 15-Minuten-Produkte
  • Bundes-Immissionsschutzgesetz
  • Fachagentur Wind und Solar: Genehmigungsdauern
  • Bundesnetzagentur: Lieferantenwechsel in 24 Stunden

Ihr Energieunternehmen als Modell

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