Simulation · Minimal Organization · Industrie
Chemiekonzern mit Verbundstandort
Ein Chemiestandort als begehbares Modell: Sie sehen, wie eine Bestellung Polyethylen durch den Verbund läuft und welche Anlagen stocken, wenn der Cracker ausfällt.
VELTRONA CHEMIE und alle Werte sind erfunden. Mit Ihren Daten kann das Modell zeigen, was heute kaum jemand im Ganzen sieht – etwa echte Ströme zwischen den Anlagen in Tonnen je Stunde oder die Füllstände der Tanklager.
Wie läuft die Auftragsabwicklung an einem Chemie-Verbundstandort, und was passiert, wenn eine Anlage ausfällt? Das zeigt das Modell des erfundenen Konzerns VELTRONA CHEMIE. Im Verbund hängen die Anlagen über Rohrbrücken aneinander: Fällt der Steamcracker aus, fehlt Ethylen, und Polyethylen läuft vier Tage lang nur noch mit 40 Prozent.
Der Hauptvorgang: Ein Hersteller von Verpackungsfolie bestellt Granulat, der Vertrieb sagt den Termin zu, die Produktionsplanung reiht die Charge ein, der Betrieb polymerisiert, die Analytik prüft, die Logistik füllt ab und verschickt per Bahn und Lkw, und das Qualitätszeugnis geht an den Kunden. Ziel im Modell: versandt binnen 48 Stunden.
Zu sehen sind 15 Gebäude vom Cracker über Tanklager und Standortkraftwerk bis zu Werkfeuerwehr und Werkstor. Der Verbund ist auf eine Kette aus Cracker, Polyethylen und Tanklager verkürzt; reale Standorte haben hunderte Betriebe. Angesprochen sind Standortleitung, Leitstand, Logistik, Einkauf, Sicherheit und Nachbarschaftsdialog.
Ein Kunde bestellt Polyethylen
- 01
Kunde bestellt: Ein Hersteller von Verpackungsfolie bestellt 20 Tonnen Granulat.
- 02
Auftrag annehmen, Termin zusagen: Der Vertrieb prüft Menge und Termin.
- 03
Produktionsplanung: Die Produktionsplanung reiht die Charge ein.
- 04
Polymerisieren und granulieren: Ethylen aus dem Cracker wird polymerisiert und granuliert.
- 05
Qualitätsprüfung der Charge: Die Analytik misst Schmelzindex und Dichte.
- 06
Abfüllen in Silowagen und Säcke: Das Granulat geht in Silowagen und Säcke.
- 07
Versand per Bahn und Lkw: Zweimal am Tag fahren Züge und Lkw ab.
- 08
Qualitätszeugnis: Das Qualitätszeugnis geht an den Kunden.
- 09
Geliefert.
Wofür ein Chemiekonzern das Modell nutzen kann
-
Interne Kommunikation
15 Gebäude, 21 Abteilungen und die Rohrbrücken dazwischen in einem Bild. Das Schaubild „Wer mit wem arbeitet“ zeigt, welche Anlagen am Cracker hängen – eine Grundlage für Gespräche zwischen den Betrieben.
Für wenStandortleitung, Geschäftsbereiche, Kommunikation
-
Onboarding
Neue Beschäftigte finden sich auf dem Gelände zurecht: Das Schaubild „Wer wo sitzt – und an wen berichtet“ zeigt Anlagen, Leitstand, Werkfeuerwehr und Forschung auf einer Karte.
Für wenNeue Beschäftigte, Partnerfirmen, Instandhaltung
-
Ausbildung
Auszubildende lösen „Cracker steht“ oder „Prozessleitsystem gestört“ aus und sehen, wie sich der Ausfall durch den Verbund fortsetzt und welche Anlagen in Teillast weiterlaufen.
Für wenAuszubildende in Chemieberufen, Studierende, Leitstandspersonal
-
Vermittlung an Kunden und Nachbarschaft
Kunden sehen, wie ihre Bestellung vom Auftrag bis zum Qualitätszeugnis läuft. Nachbarn und Schulklassen sehen den Standort mit Werkfeuerwehr, Kläranlage und Werkstor, ohne das Gelände zu betreten.
Für wenVertrieb, Nachbarschaftsdialog, Besuchergruppen
-
Strategischer Überblick
Größere Zwischentanks, weitere Polyethylen-Linien und vorausschauende Wartung im Vergleich, dazu Niedrigwasser und Gaspreisschock als Störungen. So lassen sich Puffer und Investitionen gegeneinander abwägen.
Für wenVorstand, Technik, Einkauf
Was dargestellt wird – warum – für wen
| Was gezeigt wird | Warum | Für wen |
|---|---|---|
| Schaubild „Wer mit wem arbeitet“: der Cracker und die Anlagen dahinter | Warumzeigt die Kaskade im Verbund | Für wenStandortleitung, Krisenstab |
| Schaubild „Woran die Arbeit hängt“: Kraftwerk, Leitstand, Tanklager, Kläranlage | Warumzeigt die Infrastruktur unter jeder Anlage | Für wenInfrastruktur, Behörden |
| Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“: Zwischentanks, Linien, Wartung | Warumordnet Puffer und Investitionen | Für wenVorstand, Technik |
| Schaubild „Wer wo sitzt – und an wen berichtet“ | Warumzeigt den Standort mit Werkfeuerwehr und Forschung | Für wenNachbarschaft, Ausbildung |
| Schaubild „Der Weg über das Gelände“: Rohrbrücken und Werkstor | Warumzeigt die Wege von Stoffen und Menschen | Für wenLogistik, Sicherheit |
| Störung „Niedrigwasser am Fluss“ | Warumzeigt die Abhängigkeit von der Schifffahrt | Für wenEinkauf, Logistik |
| Ansicht Ressourcen über den Anlagen beim Ausfall des Crackers | Warumzeigt Teillast im ganzen Werk | Für wenLeitstand, Produktion |
Abteilungen im Modell
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Vorstand
Führt Geschäftsbereiche und Standort.
-
Geschäftsbereich Basischemikalien
Grundstoffe aus dem Cracker.
-
Betrieb Steamcracker
Spaltet Naphtha in Ethylen und Propylen – Anfang aller Ketten.
-
Geschäftsbereich Kunststoffe
Ergebnisverantwortung für Polyethylen.
-
Betrieb Polyethylen
Polymerisiert und granuliert rund um die Uhr.
-
Geschäftsbereich Spezialitäten
Kleine Mengen, viele Rezepturen.
-
Vertrieb
Nimmt Aufträge an, sagt Termine zu.
-
Standort-Leitstand
Hält die Verbundbilanz: welche Anlage liefert was an welche.
-
Energie und Dampfnetz
Kraftwerk, Dampf, Strom – auch Abwärme der Anlagen.
-
Instandhaltung und Anlagenbau
Repariert, baut um, arbeitet mit Arbeitserlaubnis.
-
Logistik (Tanklager, Bahn, Hafen)
Füllt ab und verlädt.
-
Engineering
Plant neue Anlagen und Änderungen.
-
Analytik und Qualitätskontrolle
Prüft jede Charge, schreibt Zeugnisse.
-
Werkfeuerwehr
Rund um die Uhr am Standort.
-
Werkschutz
Kontrolliert jede Zufahrt.
-
Anlagensicherheit und Störfallbeauftragte
Gesetzliche Beauftragte – berichten unabhängig.
-
Umweltschutz und Kläranlage
Emissionen, Abwasser, Genehmigungen.
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Produktsicherheit und REACH
Registrierungen und Sicherheitsdatenblätter.
-
Forschung
Katalysatoren und Polymere.
-
Anwendungstechnik
Übersetzt Moleküle in Kundennutzen.
-
IT und Prozessleittechnik
Leitsysteme, Planung, Labor.
Alle Vorgänge im Modell
Ein Kunde bestellt Polyethylen
- 01Kunde bestellt: Ein Hersteller von Verpackungsfolie bestellt 20 Tonnen Granulat.
- 02Auftrag annehmen, Termin zusagen: Der Vertrieb prüft Menge und Termin.
- 03Produktionsplanung: Die Produktionsplanung reiht die Charge ein.
- 04Polymerisieren und granulieren: Ethylen aus dem Cracker wird polymerisiert und granuliert.
- 05Qualitätsprüfung der Charge: Die Analytik misst Schmelzindex und Dichte.
- 06Abfüllen in Silowagen und Säcke: Das Granulat geht in Silowagen und Säcke.
- 07Versand per Bahn und Lkw: Zweimal am Tag fahren Züge und Lkw ab.
- 08Qualitätszeugnis: Das Qualitätszeugnis geht an den Kunden.
- 09Geliefert.
Der Steamcracker fällt aus
- 01Anlage fährt sicher ab: Ein Kompressor fällt aus, der Cracker fährt automatisch sicher ab. Die Fackel brennt.
- 02Nachbarschaft informieren und Verbundbilanz laufen parallel.
- 03Nachbarschaft und Behörde informieren: Die Störfallbeauftragten informieren Gemeinde und Behörde.
- 04Verbundbilanz: wer hat Puffer?: Der Leitstand prüft: welche Anlagen haben Tanks mit Vorrat?
- 05Lage klar.
- 06Teillast, Zukauf oder abfahren: Teillast, Zukauf per Schiff oder die nachgelagerten Anlagen abfahren.
- 07Zukauf per Schiff oder Pipeline: Ethylen kommt per Schiff von außen.
- 08Reparatur: Die Instandhaltung tauscht das Kompressorlager.
- 09Wiederanfahren, Kette hochfahren: Der Cracker fährt an, die Kette läuft stufenweise hoch.
- 10Ursachenanalyse: Ursachenanalyse: was war die Ursache, wie verhindern wir es?
- 11Meldung an die Behörde: Die Meldung geht an die Bezirksregierung.
- 12Wieder in Betrieb.
Eine Anlage wird erweitert
- 01Konzept und Investitionsantrag: Das Engineering plant eine zweite Linie für Polyethylen.
- 02Sicherheitsbetrachtung und Genehmigungsantrag laufen parallel.
- 03Sicherheitsbetrachtung (HAZOP): Ein Team geht jede Leitung durch: was, wenn hier etwas schiefgeht?
- 04Antrag nach Immissionsschutzrecht: Der Umweltschutz stellt den Antrag.
- 05Eingereicht.
- 06Genehmigungsverfahren: Die Bezirksregierung prüft, mit Öffentlichkeitsbeteiligung.
- 07Bau im laufenden Werk: Gebaut wird im laufenden Werk.
- 08Abnahme durch Sachverständige: Sachverständige nehmen die Anlage ab.
- 09Abgenommen.
Ein Kunde braucht einen neuen Kunststoff
- 01Kunde beschreibt die Anforderung: Ein Autozulieferer braucht ein leichteres, steiferes Material.
- 02Anwendungstechnik testet Typen: Die Anwendungstechnik testet bestehende Typen und Rezepturen.
- 03Muster aus dem Technikum: Das Technikum fertigt Muster.
- 04Kunde testet das Muster: Der Kunde testet monatelang im eigenen Werk.
- 05REACH und Sicherheitsdatenblatt: Die Produktsicherheit prüft die Registrierung und schreibt das Sicherheitsdatenblatt.
- 06Rezeptur in die Anlage: Die Rezeptur kommt in die Produktionsplanung.
- 07Eingeführt.
Was Sie verändern können
Regler
- Nachfrage Kunststoff: Konjunktur und Lagerzyklen der Kunden.
- Polyethylen-Linien: Wie viele Chargen gleichzeitig laufen.
- Größere Zwischentanks: Mehr Vorrat: mehr Anlagen laufen beim Ausfall in Teillast weiter (Modellannahme).
- Vorausschauende Wartung: Schwingungssensoren an Kompressoren: seltener Ausfälle (Modellannahme).
Störungen
- Cracker steht (Kaskade): Vier Tage lang fehlt Ethylen: Polyethylen läuft nur mit 40 Prozent.
- Niedrigwasser am Fluss: Einen Monat lang fahren Schiffe nur teilbeladen: Zukauf und Abfüllung dauern länger.
- Gaspreisschock: Zwei Monate lang werden Anlagen gedrosselt.
- Prozessleitsystem gestört: Zwei Stunden lang kann der Leitstand nicht umsteuern.
Was das Modell einem Chemiestandort bringt
-
01
Die Kaskade wird sichtbar
Ein Ausfall am Anfang der Kette wirkt bis zum Versand. Das Modell zeigt, welche Anlage wie lange in Teillast läuft – live, solange die Störung dauert.
-
02
Puffer abwägen
Der Regler „Größere Zwischentanks“ zeigt, wie mehr Vorrat beim Ausfall wirkt. Die Wirkung ist eine Modellannahme; mit Ihren Daten rechnet das Modell mit Ihren Tanks.
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03
Der ganze Standort
Cracker, drei Anlagen, zwei Tanklager, Kraftwerk, Leitstand, Forschung, Werkfeuerwehr und Kläranlage als begehbare Gebäude – mehr, als ein Lageplan zeigen kann.
-
04
Live gerechnete Schaubilder
Vierzehn Schaubilder in vier Gruppen rechnen aus derselben Simulation: Zusammenarbeit, Abhängigkeiten, Wege, Engpässe und Organigramm.
-
05
Vom Leitstand bis zur Leinwand
Das Modell läuft im Browser und auf großen Projektionen, etwa beim Tag der offenen Tür oder in einer Übung des Krisenstabs.
Grundlage und Grenzen
Fiktiver Chemiekonzern · Modell auf Grundlage recherchierter Branchenstrukturen · keine Vorhersage für reale Unternehmen
1 Vorgang = 1 Kundenauftrag, 1 Ausfall, 1 Anlagenänderung oder 1 Produktidee · 1 Figur ≈ 40 Beschäftigte
Alle Mengen, Dauern, Quoten und Kapazitäten sind Modellannahmen, keine Werte eines realen Chemiekonzerns.
Der Verbund ist auf eine Kette verkürzt: Cracker, Polyethylen, Tanklager. Reale Standorte haben hunderte Betriebe.
Belegt: Kopplung der Anlagen im Verbund, Störfallbeauftragte, Genehmigungsfrist sieben Monate, REACH-Registrierung ab einer Tonne.
Öffentliche Quellen, auf denen das Modell beruht:
- Störfall-Verordnung (12. BImSchV)
- Bundes-Immissionsschutzgesetz (u. a. §§ 4, 10, 53 ff.)
- REACH, ECHA
- BImSchG § 10 (Fristen)
Ihr Standort als Modell
Wir bauen den Verbund Ihres Standorts nach, mit den Anlagen und Strömen, die für Ihre Fragen zählen. Melden Sie sich für ein erstes Gespräch; das Passwort zur Simulation stellen wir Ihnen auf Anfrage bereit.
cube4tec.de/spiele/minimal-organization/
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