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Minimal Organization: ARVEN MOTOREN, Automobilhersteller – das Gelände im Modell von schräg oben

Simulation · Minimal Organization · Industrie

Automobilhersteller

Ein Autowerk als begehbares Modell: Sie verfolgen ein bestelltes Auto durch die Perlenkette und sehen, was passiert, wenn die Lackiererei stillsteht.

Alle Zahlen von ARVEN MOTOREN sind erfundene Modellannahmen. Mit den Daten Ihres Werks zeigt das Modell, was heute in getrennten Systemen steckt und nirgends zusammen sichtbar ist – etwa echte Fahrzeuge in der Perlenkette mit Bautag oder Stillstände je Anlage.

Wie läuft die Automobilproduktion ab, vom Kundenauftrag bis zur Übergabe beim Händler? Das Modell des erfundenen Werks ARVEN MOTOREN zeigt den Ablauf. Aus Blech, Lack und zugelieferten Teilen entsteht im Minutentakt ein Auto, das schon verkauft ist, bevor es gebaut wird.

Kurz gesagt: Der Händler nimmt die Bestellung auf, die Programmplanung teilt einen Bautag zu, das Auto läuft in der Perlenkette, der festen Reihenfolge am Band, durch Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage und fährt um 6 oder 18 Uhr mit dem Autozug ab. Ziel im Modell: beim Händler binnen 18 Tagen nach Bestellung.

Steht die Lackieranlage, stauen sich die Karosserien davor, und die Montage läuft leer. Streikt der Zulieferpark, kommen die Sitze nur tröpfchenweise in Einbaureihenfolge. Diese Seite ist für Werksleitung, Produktionsplanung, Einkauf, Logistik, Vertrieb und Betriebsrat geschrieben.

Ein bestelltes Auto entsteht

  1. 01

    Konfiguration beim Händler: Beim Händler stellt die Kundschaft ihr Auto zusammen: Motor, Farbe, Sitze, Extras.

  2. 02

    Baubarkeit prüfen: Das Auftragsmanagement prüft, ob die Kombination baubar ist.

  3. 03

    Finanzierung bei der ARVEN Bank: Die ARVEN Bank prüft Finanzierung oder Leasing.

  4. 04

    Die Kundschaft storniert.

  5. 05

    Bautag zuteilen (Tageskontingent, 18 Uhr): Jeden Abend teilt die Programmplanung die neuen Aufträge einem Bautag zu.

  6. 06

    Eingefroren bis zum Bautag: Einige Tage vor dem Bau wird die Reihenfolge eingefroren; Lieferanten bekommen ihre Abrufe.

  7. 07

    Auflegen in die Perlenkette (stündlich): Jede Stunde gehen die nächsten Aufträge in die Perlenkette – die feste Reihenfolge am Band.

  8. 08

    Blechteile pressen: Pressen formen Türen, Dach und Seitenteile aus Blech.

  9. 09

    Karosseriebau (Roboter): Roboter schweißen und kleben die Karosserie – fast menschenleer.

  10. 10

    Lackieren: Reinigen, Grundierung, Farbe, Klarlack – in staubfreien Kabinen.

  11. 11

    Schleifen und neu lackieren: Ein Staubeinschluss: schleifen und noch einmal durch die Lackierung.

  12. 12

    Die Karosserie geht in den Sortierspeicher, gleichzeitig ruft die Logistik die Sitze ab.

  13. 13

    Sortierspeicher: Im Sortierspeicher wird die Reihenfolge wiederhergestellt.

  14. 14

    Sitze in Einbaureihenfolge: Der Zulieferer baut die passenden Sitze und liefert sie ans Band.

  15. 15

    Karosserie und Sitze sind da.

  16. 16

    Montage am Band: Am Band: Kabelbaum, Cockpit, Antrieb, Hochzeit, Räder, Sitze – im Minutentakt.

  17. 17

    Endkontrolle und Prüfstand: Rollenprüfstand, Regentest, Software-Check.

  18. 18

    Nacharbeit: Ein Fehler wird von Hand behoben.

  19. 19

    Autozug fährt ab (6 und 18 Uhr): Auf dem Versandhof warten die Autos auf Autozug und Transporter.

  20. 20

    Transport zum Händler: Ein Logistikdienstleister bringt das Auto zum Händler.

Wofür ein Automobilhersteller das Modell nutzen kann

  • Interne Kommunikation

    Entwicklung, Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei, Montage, Logistik und Versandhof in einem Quartier. Das Schaubild „Der Weg über das Gelände“ zeigt allen, wie ein Auto durch das Werk wandert.

    Für wenWerksleitung, Kommunikation, Betriebsrat

  • Onboarding

    Neue Beschäftigte sehen, wo ihre Halle in der Kette liegt und welche Puffer davor und dahinter liegen. Der geführte Rundgang erklärt in acht Schritten, wie man sich im Modell bewegt.

    Für wenNeue Beschäftigte in Produktion, Logistik und Qualität

  • Ausbildung

    Auszubildende lassen die Lackieranlage sechs Stunden stillstehen, schalten die Qualitätsoffensive ein oder wechseln das Schichtmodell und beobachten Stau, Nacharbeit und Lieferzeit.

    Für wenAuszubildende in Mechatronik und Logistik, duale Studierende

  • Vermittlung an Händler und Kunden

    Das Schaubild „Wo die Zeit bleibt“ zeigt, wie viel der 18 Tage vor dem Bautag liegt. Händler können damit erklären, warum ein bestelltes Auto nicht am selben Tag vom Band läuft.

    Für wenVertrieb, Händler, Kundschaft, Werksführungen

  • Strategischer Überblick

    Schichtmodell, Qualitätsoffensive, Versandkapazität und Nachfrage wirken auf die Lieferzeit. Das Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“ ordnet sie, die Störungen zeigen, wo das Werk verwundbar ist.

    Für wenVorstand, Werksleitung, Programmplanung, Betriebsrat

Was dargestellt wird – warum – für wen

Was gezeigt wird Warum Für wen
Schaubild „Der Weg über das Gelände“: vom Presswerk zum Versandhof Warumzeigt die Perlenkette durch das Werk Für wenWerksleitung, Besucher
Schaubild „Wie ein Vorgang fließt“: Nacharbeit und Nachlackieren Warumzeigt, wie viele Autos einen Umweg nehmen Für wenQualität, Produktion
Schaubild „Wo es eng wird“, wenn die Lackieranlage steht Warumzeigt den Stau davor und das leere Band dahinter Für wenSchichtleitung, Instandhaltung
Schaubild „Wer mit wem arbeitet“: Zulieferpark, Händler, Logistik Warumzeigt die Abhängigkeit von der Einbaureihenfolge Für wenEinkauf, Logistik
Schaubild „Was welcher Regler bewirkt“: Schichten, Qualitätsoffensive, Versand Warumordnet die Hebel für die Lieferzeit Für wenWerksleitung, Betriebsrat
Schaubild „Wo die Zeit bleibt“: 18 Tage bis zum Händler Warumzeigt, wie viel Warten vor dem Bautag liegt Für wenVertrieb, Händler
Ansicht Ressourcen über den Hallen Warumzeigt die Puffer zwischen den Gewerken Für wenProduktionsplanung

Abteilungen im Modell

  • Vorstand

    Führt Entwicklung, Produktion, Einkauf und Vertrieb.

  • Entwicklung

    Karosserie, Antrieb, Erprobung – und das Lastenheft für jedes Zulieferteil.

  • Elektronik und Software

    Steuergeräte und Fahrzeugsoftware; am Band wird jedes Auto programmiert.

  • Einkauf

    Vergibt Teile an Lieferanten – nach Preis, Qualität und Risiko.

  • Vertrieb und Auftragsmanagement

    Nimmt Aufträge der Händler an und prüft, ob sie baubar sind.

  • Programmplanung

    Verteilt die Aufträge auf Produktionswochen und legt die Reihenfolge am Band fest (Perlenkette).

  • Presswerk

    Formt aus Blech Türen, Dächer und Seitenteile.

  • Karosseriebau

    Roboter schweißen und kleben die Karosserie zusammen.

  • Lackiererei

    Reinigen, grundieren, lackieren – staubfrei und rund um die Uhr.

  • Montage

    Am Band entstehen aus Karosserie und tausend Teilen fahrbereite Autos.

  • Werkslogistik

    Ruft Teile ab, ordnet die Karosserien im Speicher und verlädt fertige Autos.

  • Qualität

    Endkontrolle, Lieferantenaudits, Feldbeobachtung – und die Rückrufentscheidung.

  • Finanzen

    Kosten, Investitionen und das Geld der Fahrzeugprojekte.

  • Personal

    Schichtpläne, Einstellungen, Ausbildung.

  • Betriebsrat

    Von den Beschäftigten gewählt, nicht dem Vorstand unterstellt: bei Schichtmodellen und Sonderschichten bestimmt er mit.

Alle Vorgänge im Modell

Ein bestelltes Auto entsteht

  1. 01Konfiguration beim Händler: Beim Händler stellt die Kundschaft ihr Auto zusammen: Motor, Farbe, Sitze, Extras.
  2. 02Baubarkeit prüfen: Das Auftragsmanagement prüft, ob die Kombination baubar ist.
  3. 03Finanzierung bei der ARVEN Bank: Die ARVEN Bank prüft Finanzierung oder Leasing.
  4. 04Die Kundschaft storniert.
  5. 05Bautag zuteilen (Tageskontingent, 18 Uhr): Jeden Abend teilt die Programmplanung die neuen Aufträge einem Bautag zu.
  6. 06Eingefroren bis zum Bautag: Einige Tage vor dem Bau wird die Reihenfolge eingefroren; Lieferanten bekommen ihre Abrufe.
  7. 07Auflegen in die Perlenkette (stündlich): Jede Stunde gehen die nächsten Aufträge in die Perlenkette – die feste Reihenfolge am Band.
  8. 08Blechteile pressen: Pressen formen Türen, Dach und Seitenteile aus Blech.
  9. 09Karosseriebau (Roboter): Roboter schweißen und kleben die Karosserie – fast menschenleer.
  10. 10Lackieren: Reinigen, Grundierung, Farbe, Klarlack – in staubfreien Kabinen.
  11. 11Schleifen und neu lackieren: Ein Staubeinschluss: schleifen und noch einmal durch die Lackierung.
  12. 12Die Karosserie geht in den Sortierspeicher, gleichzeitig ruft die Logistik die Sitze ab.
  13. 13Sortierspeicher: Im Sortierspeicher wird die Reihenfolge wiederhergestellt.
  14. 14Sitze in Einbaureihenfolge: Der Zulieferer baut die passenden Sitze und liefert sie ans Band.
  15. 15Karosserie und Sitze sind da.
  16. 16Montage am Band: Am Band: Kabelbaum, Cockpit, Antrieb, Hochzeit, Räder, Sitze – im Minutentakt.
  17. 17Endkontrolle und Prüfstand: Rollenprüfstand, Regentest, Software-Check.
  18. 18Nacharbeit: Ein Fehler wird von Hand behoben.
  19. 19Autozug fährt ab (6 und 18 Uhr): Auf dem Versandhof warten die Autos auf Autozug und Transporter.
  20. 20Transport zum Händler: Ein Logistikdienstleister bringt das Auto zum Händler.

Ein neues Zulieferteil wird freigegeben

  1. 01Lastenheft schreiben: Die Entwicklung beschreibt das Teil im Lastenheft – etwa einen neuen Türgriff.
  2. 02Angebote der Lieferanten: Mehrere Lieferanten geben Angebote ab.
  3. 03Einkaufsgremium und Lieferantenaudit laufen parallel.
  4. 04Vergabe im Einkaufsgremium: Das Gremium vergibt nach Preis, Qualität und Risiko.
  5. 05Lieferantenaudit (VDA 6.3): Die Qualität prüft den Lieferanten vor Ort (VDA 6.3).
  6. 06Vergabe und Audit liegen vor.
  7. 07Werkzeugbau beim Lieferanten: Der Lieferant baut die Werkzeuge – das dauert Monate.
  8. 08Erstmuster und PPF-Unterlagen: Erste Teile aus Serienwerkzeugen, dazu die PPF-Unterlagen.
  9. 09Bemusterung im Messraum: Im Messraum wird jedes Maß geprüft.
  10. 10Werkzeugkorrektur: Das Werkzeug wird korrigiert.
  11. 11Kapazitätsnachweis (Run@Rate): Der Lieferant zeigt, dass er die geplante Stückzahl schafft (Run@Rate).
  12. 12Teil freigegeben.

Ein Fehler im Feld wird behoben

  1. 01Häufung in den Werkstätten: Werkstätten melden dieselbe Störung immer wieder – etwa ein Sensor fällt aus.
  2. 02Analyse mit dem Lieferanten (8D): Die Qualität holt Teile zurück und sucht mit dem Lieferanten die Ursache (8D).
  3. 03Produktsicherheitsgremium: Das Produktsicherheitsgremium entscheidet: Serviceaktion oder Rückruf.
  4. 04Ersatzteile vom Lieferanten: Serviceaktion: Teile werden beschafft, repariert wird beim nächsten Werkstattbesuch.
  5. 05Rückruf: Meldung an die Behörde, Serie abstellen und Teile beschaffen – gleichzeitig.
  6. 06Meldung an das Kraftfahrt-Bundesamt: Das Kraftfahrt-Bundesamt wird informiert und veröffentlicht den Rückruf.
  7. 07Fehler in der Serie abstellen: Die Entwicklung ändert das Teil, die Serie baut ab sofort richtig.
  8. 08Erneut: Ersatzteile vom Lieferanten: Der Lieferant fertigt Ersatzteile.
  9. 09Teile da, Serie abgestellt, Behörde informiert.
  10. 10Halter anschreiben: Die Halter bekommen Post – die Adressen kommen über die Behörde.
  11. 11Reparatur in den Werkstätten: Die Werkstätten reparieren; die Quote wird verfolgt.
  12. 12Abgeschlossen.

Was Sie verändern können

Regler

  • Nachfrage: Wie viele Autos die Händler bestellen.
  • Schichtmodell: Mehr Schichten in Presswerk, Rohbau und Montage – der Betriebsrat bestimmt mit. Die Lackiererei läuft schon rund um die Uhr.
  • Qualitätsoffensive: Mehr Prüfungen am Band: weniger Lackfehler und Nacharbeit, das Band läuft etwas langsamer (Modellannahme).
  • Versandkapazität: Wie viele Autos ein Autozug mitnimmt.

Störungen

  • Lackieranlage steht: Sechs Stunden steht die Lackieranlage: Karosserien stauen sich vor dem Lack, die Montage läuft leer.
  • Zulieferer streikt: Ein Tag Warnstreik im Zulieferpark: Sitze kommen nur tröpfchenweise, die Karosserien warten im Speicher.
  • Softwarefehler: Zwei Tage lang muss jedes Auto am Prüfstand neu programmiert werden – sie stauen sich vor der Endkontrolle.

Was das Modell einem Autowerk bringt

  • 01

    Die Perlenkette in 3D

    Statt eines Ablaufdiagramms ein begehbares Werk: Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei, Montage und Versandhof mit Menschen, Schlangen und Rückständen, die sich auf den Dächern stapeln.

  • 02

    Störung und Erholung

    Lackieranlage, Zulieferstreik und Softwarefehler lassen sich auslösen. Man sieht, wo sich Karosserien stauen und wie lange das Werk braucht, bis die Puffer wieder abgebaut sind.

  • 03

    Qualität gegen Takt

    Die Qualitätsoffensive senkt Lackfehler und Nacharbeit, lässt das Band aber etwas langsamer laufen. Das Modell zeigt beide Seiten in denselben Schaubildern.

  • 04

    Mitbestimmung im Bild

    Der Betriebsrat ist eine eigene Abteilung mit Kontrollfunktion, das Schichtmodell ein Regler. So haben Werksleitung und Betriebsrat ein gemeinsames Bild, wenn es um Schichten geht.

  • 05

    Läuft dort, wo Sie präsentieren

    Im Browser am Arbeitsplatz oder auf großen Projektionen bei Werksführungen und Betriebsversammlungen; ein Vorführmodus zeigt alles von selbst.

Grundlage und Grenzen

Fiktiver Fahrzeughersteller · Modell auf Grundlage recherchierter Branchenstrukturen · keine Vorhersage für reale Unternehmen

1 Vorgang = 5 Fahrzeuge · 1 Figur ≈ 40 Beschäftigte

Alle Mengen, Dauern, Quoten und Kapazitäten sind Modellannahmen, keine Werte eines realen Herstellers.

Das Werk läuft im Modell an allen Tagen; Wochenenden und Werksurlaub fehlen. Jeder Bautag hat ein festes Kontingent (geglättetes Programm).

Belegt: Typgenehmigung, Überwachung von Rückrufen, Händler als eigenständige Betriebe, Lieferantenaudit und Teilefreigabe nach VDA.

Öffentliche Quellen, auf denen das Modell beruht:

  • VDA – Verband der Automobilindustrie
  • VO (EU) 2018/858 (Typgenehmigung)
  • Kraftfahrt-Bundesamt (Typgenehmigung, Rückrufe)
  • Vertikal-GVO (EU) 2022/720
  • VDA QMC (VDA 6.3, Band 2 PPF)

Ihr Autowerk als Modell

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